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Heiko Westermann vom Hamburger SV gestikuliert
Heiko Westermann hatte sich nach der Partie gegen Dortmund über den Umgang mit seiner Person beschwert © Getty Images

Heiko Westermann vom hat seinen Wutausbruch vom vergangenen Wochenende gerechtfertigt. "Die öffentliche Darstellung meiner Person war in den vergangenen Jahren eine Katastrophe. Ich musste einfach mal Dampf ablassen", sagte der Verteidiger des Hamburger SV dem Hamburger Abendblatt, "aber damit ist es auch gut."

Westermann, dessen Vertrag beim Bundesliga-Dino im Sommer ausläuft, hatte nach der Partie gegen Borussia Dortmund (0:0) zum verbalen Rundumschlag ausgeholt und mit seinen Kritikern abgerechnet.

"Die Idioten, die meinen, den Fußball erfunden zu haben, können mich mal", hatte der Ex-Schalker, der seit 2010 für die Hanseaten spielt, öffentlich geschimpft.

Unterstützung erhielt der seit Jahren an der Elbe umstrittene Westermann von den HSV-Ikonen Willi Schulz, Holger Hieronymus und Ditmar Jakobs. "Ich verstehe Heikos Ärger. Er wird deutlich zu kritisch gesehen", sagte Jakobs, Hamburger Europapokalsieger von 1983, der Hamburger Morgenpost: "Es zieht sich wie ein roter Faden durch seine Zeit hier. Am Ende wird jede Misere an ihm festgemacht."

Vize-Weltmeister Schulz bezeichnete Pfiffe gegen Westermann als "totalen Mist", Ex-Sportchef Hieronymus forderte mit Blick auf das nächste Spiel am Samstag bei 1899 Hoffenheim: "Er muss gestärkt werden, auch von den Fans."

Zuvor hatte auch HSV-Trainer Joe Zinnbauer Verständnis für die drastischen Worte Westermanns geäußert. "Ich finde, nach gefühlten fünf Jahren ist es mal an der Zeit gewesen, dass er explodiert", sagte Zinnbauer: "Heiko hat hier jahrelang den Kopf herhalten müssen. Er hat sich ausgekotzt, das gehört dazu."

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