vergrößernverkleinern
Hannover 96
Fans von Hannover 96 halten ihre Schals in die Luft © Getty Images

Die Klubführung der Niedersachsen geht auf die eigene Fans zu. "So geht es nicht weiter", heißt es bei Hannover 96. Die Ultras sehen aktuell lieber die U 23.

Keine Stimmung, keine Punkte: Die Klubführung von Hannover 96 um Präsident Martin Kind hat auf den Boykott vieler Ultras in dieser Saison reagiert und in einem Offenen Brief an die Fans zum Zusammenhalt aufgerufen.

"Wir haben die Situation, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat und die ganz sicher niemand so haben wollte, unterschätzt und uns von der öffentlichen Diskussion treiben lassen", heißt es in dem Schreiben, das vor der richtungweisenden Partie gegen Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER): "So geht es nicht weiter."

Nach Streitigkeiten mit der Vereinsführung um Kind boykottieren die meisten Ultras die Heimspiele der "Roten" seit Saisonbeginn und besuchen lieber die Spiele der zweiten Mannschaft.

Darunter leidet die Stimmung im Stadion merklich - zudem ist 96 in der Rückrunde noch sieglos und hat nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

"Es sollte nicht mehr um Versäumnisse der Vergangenheit gehen. Auch nicht um die Interessen Einzelner. Wir alle sollten einmal tief Luft holen und uns überlegen, worum es geht: Um ein Gefühl einer Stadt", heißt es in dem Brief: "Um einen Klub, der kurz vor der Insolvenz gestanden hat und dann von der Regionalliga bis in die Bundesliga aufgestiegen ist."

Die Klubführung hofft nun, dass sich nach dem Rückzug der Ultras andere Fangruppen organisieren. "Wir sind nicht blauäugig. Klar, ohne die ein oder andere Fangruppierung wird sich die Stimmung nicht kurzfristig ändern - aber es geht um mehr als das. Wir sind sicher, dass dieser Klub, diese Stadt, diese Mannschaft so viel wert sind, dass sich neue Gruppen finden werden, die andere Fans in der HDI Arena mitreißen."

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel