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Holger Luhmann kommentiert den FC Bayern zwischen Hannover und Donezk

München - Das 3:1 der Bayern in Hannover und der große Vorsprung in der Liga sind trügerisch. Von großem Selbstvertrauen ist in München nicht viel zu spüren. Der Grund hat einen Namen: Donezk.

Der FC Bayern marschiert erneut mit Siebenmeilenstiefeln zur deutschen Meisterschaft.

Weil Thomas Müller beim 3:1-Sieg in Hannover doppelt trifft. Und Wolfsburg in Augsburg stolpert.

Elf Punkte beträgt der Vorsprung der Münchner vor Wolfsburg. Die Frage ist einmal mehr nicht, ob die Bayern Meister werden, sondern nur wann.

Alles gut also beim Rekordmeister?

Nein! Vom Mia san Mia des FCB ist nicht allzu viel zu spüren. Eher Verunsicherung. Und die trägt einen Namen: Donezk.

Das 0:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League hat Spuren hinterlassen. In den Köpfen. Auf dem Platz.

Alles andere als ein Weiterkommen am Mittwoch in der Allianz Arena wäre eine Katastrophe.

Und ein Selbstläufer wird diese Begegnung nicht.

Dazu hatte auch die Generalprobe in Hannover zu viele Missklänge. Die schwache Leistung von Dante etwa, inklusive Auswechslung in der 32. Minute. Die Zeit des Brasilianers in München dürfte zum Saisonende ablaufen.

Oder etwa der Auftritt von Mario Götze, der sich bei den Bayern trotz guter Vorrunde einfach nicht konstant als Top-Leistungsträger etablieren kann.

Im Allgemeinen war das Auftreten der Bayern in der Anfangsphase einmal mehr äußerst pomadig. Ohne den umstrittenen Foulelfmeter zum 2:1 hätte der Schuss auch nach hinten losgehen können.

Gegen Donezk bedarf es einer blitzsauberen Leistung von Beginn an. Dass die Bayern dazu in der Lage sind, steht außer Frage. Sollten sie ihr Potenzial aber nicht abrufen, droht ein ganz böses Erwachen.

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