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Sportdirektor Rudi Völler von Bayer Leverkusen hat sich erfreut über die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Aus in der Champions League gezeigt.

"Nach so einem Tiefschlag bei einer sehr heimstarken Mannschaft und direkten Konkurrenten anzutreten und dann verdient 1:0 zu gewinnen, das ist natürlich nicht nur ein Sechs-Punkte-Spiel gewesen, sondern auch ein Zeichen nach außen: Bayer Leverkusen ist da", sagte Rudi Völler im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 über den Sieg bei Schalke 04: "Die Mannschaft hat einen tollen Charakter, das war in der Vergangenheit nicht immer so. Wir haben zurückgeschlagen."

Der ehemalige Bundesliga-Manager Dieter Hoeneß empfand die vorherige Kritik an Bayer nach dem knappen Aus bei Atletico Madrid ohnehin als nicht gerechtfertigt.

"Leverkusen hat sich großartig verkauft. Du kannst nicht als Bayer Leverkusen hingehen und sagen 'Wir hauen Atletico weg'", sagte Hoeneß. "Sie haben eine großartige Schlacht geliefert, ein unglückliches Gegentor bekommen und sich nicht belohnt."

Die Elfmeter seien allerdings kläglich gewesen.

Das gab auch Völler zu: "Leider werden die Elfmeter in Erinnerung bleiben, nicht unsere insgesamt gute Leistung."

SPORT1-Experte Thomas Berthold war von der Reaktion der Werkself angetan: "Das ist das Gute am Drei-Tages-Rhythmus, da kann man das schnell abhaken. Leverkusen ist fokussiert und will die Champions League erreichen. Da wird nicht rumgeeiert. Sie werden sich einen harten Kampf mit Gladbach um Platz drei liefern."

Durch den Erfolg sammelte Bayer Big Points im Kampf um die Champions League. "Das war wichtig. Wir sind der Qualifikation nah, aber wir dürfen uns keinen Ausrutscher erlauben", sagte Völler.

Leverkusens Sportdirektor nahm auch zu Personalplanungen Stellung. Simon Rolfes beendet im Sommer seine Karriere, dafür kehrt Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach zurück.

"Vielen Dank an Gladbach, dass sie ihn für uns ausgebildet haben. Er kommt für nichts zurück und hat sich in den letzten zwei Jahren super gemacht", sagte Völler.

Warum sich Kramer nun doch für Leverkusen entschieden hat, ließ er offen. Nur am Gehalt hätte es nicht gelegen: "Auch Gladbach zahlt inzwischen genug. Die machen auf Understatement."

Karim Bellarabi, der im Februar seinen Vertrag bei Bayer bis 2020 verlängert hat, hat offenbar keine Ausstiegsklausel. "Wir wollten nicht in die Versuchung kommen, ihn verkaufen zu müssen. Deswegen haben wir den Vertrag mit ihm verlängert. Wir müssen auch unsere Ziele erreichen", so Völler.

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