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Doping (Symbolbild)
Beim VfB Stuttgart soll es in den 70er- und 80er-Jahren zu Dopingvergehen gekommen sein © Getty Images

Die Hinweise auf systematisches Doping beim Bundesligisten VfB Stuttgart in den den späten 1970er und frühen 1980er Jahren haben sich erhärtet. Der Südwestrundfunk (SWR) erhielt nach eigenen Angaben Einblick in Akten der Staatsanwaltschaft, in denen sich Belege für die Lieferung von Dopingsubstanzen an den VfB durch den damaligen Freiburger Sportmediziner Armin Klümper finden. Die Akten sollen aus einer Anklage gegen Klümper aus dem Jahr 1984 stammen. An den SC Freiburg dagegen gab es nur eine einzelne Lieferung im Jahr 1979.

Laut Aktenlage lieferte Klümper zwischen 1978 und 1981 allein dem VfB Stuttgart Verbandsmaterial sowie Vitamin- und Aufbaupräparate im Gesamtwert von über 117.000 D-Mark. Nach SWR-Angaben finden sich in den Unterlagen zahlreiche handschriftliche Rechnungen an den VfB, auf denen detailliert Medikamente und ihre Mengen aufgelistet sind. Darunter sei auch das Anabolikum Megagrisevit, damals ein bekanntes und verbotenes Dopingmittel.

In der vergangenen Woche hatte sich die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin über Anabolika-Doping beim Bundesligisten VfB Stuttgart und dem damaligen Zweitligisten SC Freiburg in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren geäußert.

Eine zentrale Figur der Affäre soll der ehemalige Freiburger Sportmediziner Professor Klümper (79) gewesen sein. Dieser lebt inzwischen in Südafrika und hat zu den Anschuldigungen bislang keine Stellung bezogen.

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