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SC Freiburg v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Christian Streich wünscht sich, seine Mannschaft würde auch einmal ein Spiel derart gewinnen wie Martin Schmidt mit den Mainzern © Getty Images

Freiburg - Der SC Freiburg ist gegen den FSV Mainz 05 über weite Strecken des Spiels überlegen - und verliert am Ende doch. Trainer Christian Streich hadert mit dem Schicksal.

Die unglücklichen Niederlage im Kellerduell weckte bei Christian Streich den Neid auf seinen Mainzer Trainerkollegen Martin Schmidt. "Ich hoffe wirklich sehr", sagte der Coach des SC Freiburg, "dass auch wir so ein Spiel irgendwann einmal gewinnen werden. Wir müssen das jetzt nervlich verarbeiten und dürfen nicht verzweifeln."

2:3 (0:2) hatten die Breisgauer am 29. Spieltag gegen den FSV Mainz 05 trotz phasenweise drückender Überlegenheit verloren (SERVICE: Die Statistik des Spiels).

Aber nicht nur der Erfolg des Abstiegsrivalen dürfte Streich vor Neid erblassen lassen haben, vor allem die nun äußerst komfortable Situation der Rheinhessen hätte Streich ziemlich gerne mit der eigenen getauscht.

Schmidt fordert noch mehr Punkte

Bei noch fünf ausstehenden Partien hat sich das Team des Schweizers Schmidt nämlich ein ordentliches Polster auf die Abstiegsränge verschafft. Auf fünf Punkte wurde beispielweise Freiburg distanziert - "die 34 Zähler", mutmaßte Schmidt allerdings, "reichen noch nicht, um auch in der kommenden Saison in der Bundesliga zu spielen."  (DATEN: Ergebnisse und Spielplan)

Angesichts des Restprogramms - nur Bayern München und Schalke 04 werden sich aus der obersten Tabellenregion noch mit Mainz duellieren - dürfte man am Rhein sogar noch von der Europa League träumen.

"Das waren drei wichtige Punkte im Abstiegskampf", stellte Schmidt jedoch unmissverständlich klar: "Wir sind noch immer in einer schwierigen Phase und müssen weiter unsere Hausaufgaben machen." Nur wenn künftig "Rädchen in Rädchen" greifen werde, sagte der 48-Jährige, könne der Klassenerhalt gesichert werden.

"Da war nicht viel Glanz im Spiel"

Am Samstag griffen nur wenige der von Schmidt zitierten Rädchen ineinander. Der Doppelpack des Japaners Shinji Okazaki (39./45.+1) und der Treffer von Yunus Malli (83.) kaschierten die Mainzer Schwächen und sorgten dafür, dass Freiburg trotz der Schlussoffensive und Toren von Admir Mehmedi (81.) sowie Jonathan Schmid (90.+1) leer ausging. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Da war nicht viel Glanz im Spiel, aber letztlich ist uns das egal", sagte FSV-Keeper Loris Karius. Auch Malli störte die Art und Weise des "superwichtigen" Erfolgs nicht: "Kampf und Einstellung haben gestimmt. Das muss dann nicht immer schön sein."

Hoffen auf das Glück

Ohnehin war das Glück allein nicht ausschlaggebend für den Sieg - glaubte zumindest Schmidt. "Einen Ticken" habe seine Mannschaft am Samstag davon zwar mehr gehabt als die Freiburger, "ich muss aber auch die Qualität unserer Abschlüsse herausheben. Glück und Qualität haben einfach gut zusammengefunden."

In den Ohren der Freiburger dürften diese Worte wie blanker Hohn geklungen haben. "Wenn man so eine ordentliche Leistung zeigt, ist das nicht einfach", sagte SC-Kapitän Julian Schuster: "Aber immerhin haben wir eine gute Reaktion gezeigt."

Abwehrspieler Christian Günter versprach zudem, "dass wir weiter hart arbeiten werden. Dann wird das Glück zurückkommen und werden auch wir solche 50:50-Spiele gewinnen." Streich wird es hoffen.

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