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Wolfsburg - Schalke ist mit dem glücklichen Punkt bei überlegenen Wolfsburgern hochzufrieden. Kolasinac steht nach einem brutalen Foul in der Kritik - ebenso wie "Lord" Bendtner.

Die Schalker Spieler sanken konsterniert zu Boden. Am Ende war das Traumtor von Leroy Sane schon fast wieder vergessen.

Der FC Schalke 04 hat durch das 1:1 (0:0) beim VfL Wolfsburg auch im fünften Spiel in Serie einen Sieg verpasst. Durch den späten Ausgleich von Kevin De Bruyne (78.) muss der Revierklub weiter um die Europa-League-Teilnahme bangen.

Immerhin beendete Youngster Sane mit einem 73-Meter-Solo die 323 Minuten lange Torflaute bei S04. Er und Keeper Ralph Fährmann, der die Königsblauen lange im Spiel hielt, waren die einzigen Lichtblicke einer erneut blassen S04-Elf.

Vier Punkte Vorsprung auf Rang 7

Sane ließ sich in seiner Trainingsjacke auch eher zaghaft feiern. Ihm schien bewusst zu sein, welch große Chance die Königsblauen ausgelassen hatten. "Wenn man 1:0 führt, will man natürlich gerne auch gewinnen", sagte auch Sportvorstand Horst Heldt. 

"Es war ein sehr tolles, aber auch anstrengendes Tor", sagte der 19-Jährige Sane, und er räumte ein: "Ich habe ein bisschen Glück gehabt."

Das Traum-Solo reichte am Ende nicht zum Sieg. Die Schalker haben dank des Treffers immerhin noch vier Punkte Vorsprung auf den siebten Platz.

Heldt lobt Sane

"Leroy hat wieder unter Beweis gestellt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Das war ein Supertor", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt.

Jungstar Sane (19) schnappte sich in der 53. Minute nach einer Wolfsburger Ecke den Ball und setzte zu einem Solo an, das er nach einem Pressschlag an der Strafraumgrenze mit einem Linksschuss zur überraschenden Führung verwandelte. Wegen De Bruynes Ausgleich reichte es am Ende dennoch nicht zum Dreier.

(Die Highlights der Sonntagsspiele ab 22.15 Uhr im Mobilat Doppelpack im TV auf SPORT1)

Hecking hadert mit vergebenen Chancen

Drei Tage nach dem 1:4 gegen den SSC Neapel im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League war das Unentschieden für das Team von Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking ein weiterer Rückschlag.

Trainer Dieter Hecking war trotzdem mit der Moral seines Teams zufrieden: "Wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind, war bemerkenswert. Wir hätten zum Schluss das 2:1 machen müssen."

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Der "Lord" kam zu spät zum Training © Getty Images

Zu spät im Training - Bendtner nicht im Kader

Hecking hatte in der Startaufstellung auf einen "echten" Stürmer verzichtet. Bas Dost saß zunächst auf der Bank, Nicklas Bendtner, Torschütze gegen Neapel, stand nicht mal im Kader.

"Das Abschlusstraining war leider etwas früher als er gedacht hat", sagte Hecking über Bendtner.

Laut Manager Allofs erschien der "Lord" eine Stunde zu spät.

Schürrle spielt Mittelstürmer

Dafür besetzte Weltmeister Andre Schürrle die vorderste Position.

Doch für den Ausgleich sorgte einmal mehr de Bruyne mit seinem insgesamt zehnten Saisontor.

Mit einer Weltklasse-Vorarbeit hätte der Belgier beinahe noch das 2:1 vorbereitet, doch Joshua Guilavogui vergab die Chance.

So kam Schalke wenigstens noch mit einem Punkt davon.

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