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Der neue HSV-Coach Bruno Labbadia setzt im Abstiegskampf auf den Zusammenhalt. Bei Klub-Idol Horst Hrubesch schwindet hingegen der Glaube an eine Rettung.

Neu-Trainer Bruno Labbadia vom Hamburger SV beschwört im Abstiegskampf der Bundesliga den Zusammenhalt bei den taumelnden Hanseaten.

"Wir müssen in Bremen eine Festung sein", sagte Labbadia vor seiner Premiere in dem so wichtigen Nordderby beim Erzrivalen Werder Bremen (Sonntag, ab 15 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm).

Um den Absturz in die 2. Bundesliga zu verhindern, sei vor allem "Geschlossenheit" gefragt: "Meine Mannschaft und ich sind extrem bereit, die Herausforderung anzunehmen. Wir glauben daran."

Labbadia hat seine Mannschaft mit einem zweitägigen Kurztrainingslager auf die Partie vorbereitet.

"Wir haben viel mit der Mannschaft gesprochen - ihr unseren Plan vermittelt", sagte der ehemalige Stürmer, der im Tor weiter auf Rene Adler setzt. "Er wird spielen", sagte Labbadia und gab auch dem zuletzt nicht in Top-Form agierenden Angreifer Pierre-Michel Lasogga eine Einsatzgarantie: "Er ist ein Bär, er kann uns extrem helfen." Ob Kapitän Rafael van der Vaart auflaufen wird, ließ er noch offen.

Am Sonntag wird der letzte HSV-Sieg in Bremen 2983 Tage her sein - Angst zeigte Labbadia trotzdem nicht. "Ein Derby ist immer gigantisch. Ich hab nichts dagegen, dass es sofort kommt", sagte er vor dem Trainer-Duell mit seinem ehemaligen Mitspieler Viktor Skripnik.

"Wir wissen genau, was wir zu tun haben", sagte Labbadia angesichts der fast schon hoffnungslosen Lage im Kampf um den Klassenerhalt. Die Rothosen warten seit acht Spielen auf einen Sieg, seit fünf Partien auf ein Tor.

Zuletzt wirkten die Auftritte desolat, von Aufbäumen keine Spur, der freie Fall endete auf dem letzten Tabellenplatz mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. "Die Mannschaft ist willig, aber sie braucht klare Vorgaben und Halt", sagte Labbadia, der den gelb-rot-gesperrten Innenverteidiger Johan Djourou ersetzen muss.

Trotz des erneuten Trainerwechsels schwindet bei Klub-Idol Horst Hrubesch der Glaube an eine Rettung.

"Es gibt nur noch Arbeiten und Beten für den HSV", sagte der Trainer der U21-Nationalmannschaft an seinem 64. Geburtstag am Freitag in der Hansestadt: "Du musst selber alles tun und darauf hoffen, dass du das Glück hast und dir von oben einer hilft. Ich wünsche mir, dass sie die Klasse halten."

Labbadia ist nach Mirko Slomka, Joe Zinnbauer und dem eigentlichen Sportchef Peter Knäbel bereits der vierte HSV-Trainer in dieser Saison. Am Mittwoch hatte er einen Vertrag bis Sommer 2016 unterschrieben. Der Kontrakt ist auch für die 2. Liga gültig.

Der Ex-Stürmer trainierte HSV bereits vom 1. Juli 2009 bis zum 26. April 2010 und war von 1987 bis 1989 als Spieler für die Hamburger aufgelaufen. Zuletzt arbeitete Labbadia bis August 2013 beim VfB Stuttgart.

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