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Tayfun Korkut von Hannover 96 und Dennis Aogo vom FC Schalke 04
Tayfun Korkut und Dennis Aogo stehen mit ihren Klubs vor Wochen der Wahrheit © SPORT1/getty

München - Schalke träumt vor dem Spiel in Augsburg noch von der Königsklasse, droht den Europapokal aber sogar ganz zu verpassen. Auch im Abstiegskampf beginnen die Wochen der Wahrheit.

"Im April entscheidet sich alles. Jedes Spiel ist ein Finale." Sagt Pep Guardiola vor dem Auftritt seines FC Bayern im Prestigeduell bei Borussia Dortmund (Sa., ab 18 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Könnte aber auch Schalkes Roberto Di Matteo sagen. Mit 39 Punkten rangieren die Königsblauen derzeit auf Rang fünf - und damit außerhalb der angestrebten Champions-League-Plätze. Sechs Zähler beträgt der Rückstand auf Platz vier mittlerweile, die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt (DATENCENTER: Bundesliga-Tabelle).

Ralf Fährmann hofft auf Patzer der Konkurrenz

"Man kann gegen jeden Gegner straucheln", sagt der wiedergenesene Torwart Ralf Fährmann: "Das kann auch Gladbach und Leverkusen passieren."

Die Fohlen sind am Samstag in Hoffenheim gefordert, Leverkusen empfängt den abstiegsbedrohten HSV (ab 15 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Das Straucheln war zuletzt aber den Schalkern vorbehalten - und so sind bei nur fünf Zählern Vorsprung auf den Tabellenachten aus Frankfurt inzwischen die Nicht-Europapokalplätze näher als die Champions-League-Ränge.

Beim direkten Verfolger in Augsburg (Sa., ab 15 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) kann Schalke aber immerhin auf einige Rückkehrer zählen.

Fährmann wird wohl wieder zwischen den Pfosten stehen, Jefferson Farfan und Leon Goretzka sind nach ihren Kurz-Comebacks gegen Leverkusen wieder Alternativen für die Startelf und auch Kapitän Benedikt Höwedes steht nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung. "Durch die Rückkehrer haben wir mehr Optionen", sagt daher ein optimistischer Di Matteo.

SC Paderborn und Hannover 96 lechzen nach Sieg

In Stuttgart, Paderborn, Freiburg und Hannover hat man dagegen ganz andere Sorgen.

Alle vier Teams stecken mitten im Abstiegskampf und müssen wohl bis zum Saisonende Mitte Mai zittern. Während Freiburg (gegen Köln) und Stuttgart (in Wolfsburg) an ihre Siege vor der Länderspielpause anknüpfen wollen, stellen sich Paderborn (bei Hertha BSC) nach nur einem Sieg in den letzten 16 Spielen und Hannover (in Frankfurt) nach zehn sieglosen Spielen in Folge einmal mehr ihren schwarzen Serien.

Vor allem bei 96 geht es dabei auch um die Zukunft von Trainer Tayfun Korkut. "Herr Korkut weiß, dass wir mal wieder gewinnen sollten. Frankfurt ist ein extrem wichtiges Spiel, da sollten wir zumindest nicht verlieren", fordert Hannovers Präsident Martin Kind.

Ein Erfolgserlebnis muss her, für Korkuts Zukunft und für den Klassenerhalt. Sonst könnte sich womöglich doch schon im April alles entscheiden. So oder so: Von jetzt an ist auch für die Teams im Tabellenkeller jedes Spiel ein Finale.

Trainerdebüt für Peter Knäbel beim HSV

Das gilt in den kommenden Wochen auch für den Hamburger SV. Beim Gastspiel in Leverkusen ruhen die Hoffnungen des abstiegsbedrohten Bundesliga-Dinos dabei ebenfalls auf zwei Rückkehrern.

Torwart Rene Adler und der neue Co-Trainer Peter Hermann sollen an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte mit verantwortlich für einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt zeichnen und dem neuen Chefcoach Peter Knäbel einen erfolgreichen Einstand bescheren.

Den hat Martin Schmidt bei Mainz 05 bereits hinter sich gebracht.

Mit acht Punkten aus fünf Spielen führte der neue Trainer sein Team aus der Abstiegszone. Und nur zu gerne würde der Mainzer Manager Christian Heidel nach dem Gastspiel bei Werder Bremen im Volkswagen Doppelpass am Sonntag (ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im Sportradio SPORT1.fm) über den nächsten Dreier der 05er sprechen.

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