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Augsburg - Nach dem Remis in Augsburg hat Schalke schon acht Punkte Rückstand auf die Champions League. Heldt bleibt trotzig. Der FCA bleibt S04 auf den Fersen und feiert Weinzierl und Reuter.

Während Torjäger Klaas-Jan Huntelaar und Weltmeister Benedikt Höwedes mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, herrschte bei den Profis des FC Augsburg helle Freude.

Das lag nicht nur am 0:0 der Schwaben gegen Champions-League-Anwärter Schalke 04, sondern an einer frohen Botschaft, die die FCA-Fans bereits vor dem Anpfiff erhalten hatten. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Di Matteo und Heldt sind bedient

Roberto Di Matteo war im Augsburger Freudentraumel, der auf Vertragsverlängerungen von Stefan Reuter und Markus Weinzierl begründet war, richtig bedient: "Wir sind enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Wir müssen jetzt in den nächsten Spielen punkten."

Für Schalke bedeutete das Remis einen weiteren Rückschlag im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation. 

Manager Horst Heldt meinte: "Zum jetzigen Zeitpunkt macht Rechnerei keinen Sinn, wir müssen weitermachen und das nächste Heimspiel gewinnen. Es verbietet sich, jetzt aufzugeben."

Weinzierl überrascht sein Team

Ganz anders war die Gemütslage bei den Augsburgern. "Wir wussten bis eben nichts davon. Kontinuität zahlt sich aus, das ist ein super Signal an die Fans und die Mannschaft", sagte Tobias Werner nach dem Schlusspfiff noch leicht ungläubig bei Sky zu den Unterschriften von Trainer Weinzierl (bis 2019) und Manager Reuter (bis 2020).

"Ich habe der Mannschaft nichts davon gesagt. Es reicht doch, dass sie es nach dem Spiel erfahren hat", berichtete Weinzierl, der mit der Nullnummer nicht ganz zufrieden war: "Ich glaube, dass wir mehr verdient gehabt hätten."

Acht Punkte Rückstand auf Rang 4

Schalke hat bereits acht Punkte Rückstand auf Rang vier. Augsburg, das einen Zähler hinter S04 Sechster ist, hat durch den Punkt nach zuletzt zwei Niederlagen wieder bessere Chancen auf die erstmalige Qualifikation für die Europa League.

Die Gastgeber, bei denen erstmals seit zwei Monaten der genesene Kapitän Paul Verhaegh wieder an Bord war, begannen äußerst verhalten. Schalke konnte sein Übergewicht aber nicht zu gefährlichen Aktionen nutzen. So wurde Augsburg, das von zuvor acht Pflichtspielen gegen Schalke keines gewann, bald mutiger.

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Auch am Ostersonntag gab es für Max Meyer und Co. keine Hilfe von oben © Getty Images

Fährmann kehrt zurück

In der 18. Minute wurde das beinahe belohnt, als Schalkes Torhüter Ralf Fährmann, der nach über drei Monaten Verletzungspause zurückgekehrt war, einen Schuss von Raul Bobadilla prallen ließ. Ragnar Klavan aber scheiterte im Nachsetzen.

Schalke dagegen kam kaum mehr in den FCA-Strafraum. Als Max Meyer doch einmal durchbrach, wurde er von Dominik Kohr gehalten; Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) ließ aber weiterspielen (20.) - vertretbar. Daniel Baier (31.), Bobadilla (42.) und Caiuby (45.+1) vergaben vor der Pause weitere Gelegenheiten für Augsburg.

Farfan sorgt für Schwung

Di Matteo reagierte auf die Schwächen, brachte mit Wiederbeginn Jefferson Farfan für Christian Fuchs und wechselte das System (von 3-3-2-2 zu 4-2-3-1). Die Gäste wurden zielstrebiger, Klaas-Jan Huntelaar scheiterte nach Baiers Ballverlust aber kläglich an FCA-Keeper Marwin Hitz (54.).

Für Augsburg war dies das Signal, wieder mehr am Spiel teilzunehmen. Doch dem Offensivspiel der Gastgeber fehlte jetzt zunehmend die Präzision.

Die ließ auch Schalkes Farfan vermissen, als er das Tor aus spitzem Winkel knapp verfehlte (69.). Schalke blieb dran, doch Huntelaar vergab erneut gegen den aufmerksamen Hitz (72.), ehe auch Kevin-Prince Boateng noch eine gute Möglichkeit ausließ.

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