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Berlin - Hertha hat mit dem Sieg gegen Paderborn einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Trainer Dardai bewirbt sich damit um eine Weiterbeschäftigung, der Manager zögert.

Michael Preetz umarmte nach dem Schlusspfiff Pal Dardai und klopfte seinem Trainer dann noch anerkennend auf die Schulter.

Rein an den Ergebnissen gemessen, leistet der Nachfolger von Jos Luhukay bei Hertha BSC in der Mission Klassenerhalt grundsolide Arbeit.

Wann der ungarische Nationaltrainer einen Vertrag als Chefcoach für die kommende Saison oder noch länger beim Hauptstadtklub erhält, ließ der Berliner Manager nach dem 2:0 (0:0) im Kellerduell gegen den SC Paderborn am Sky-Mikrofon aber weiter offen. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

"Wir müssen erst unsere Arbeit machen, und dann schauen wir weiter", sagte Preetz.

Erst wolle er den Klassenerhalt in trockenen Tüchern haben, bevor er Dardai mit einem neuen Arbeitspapier ausstattet. (Datencenter: Tabelle)

Hertha mit Sieben-Punkte-Polster

Dabei ist ein wichtiger Schritt dorthin bereits gemacht. Durch den Erfolg gegen den Tabellenvorletzten Paderborn, den Valentin Stocker (68.) und Joker Nico Schulz (88.) mit ihren jeweils ersten Bundesliga-Toren perfekt gemacht hatten, kletterte die Hertha mit 32 Punkten auf Rang elf.

Damit haben die Berliner bereits sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

"Das war ein zähes Spiel, das war Abstiegskampf. Das war über weite Strecken kein schönes Spiel, aber wir sind geduldig geblieben und haben auf unsere Chancen gewartet. Am Ende haben wir verdient gewonnen", resümierte Preetz recht zufrieden.

Doch den Abstiegskampf bereits ad acta legen? Nein, davon will bei der "Alten Dame" noch niemand etwas wissen.

John Anthony Brooks sprach zwar von einem "super Gefühl": "Wir machen unsere Punkte für den Klassenerhalt. Aber wir sind noch nicht durch."

Stocker warnt vor trügerischem Moment

Ähnlich sah es Torschütze Stocker. Angesichts von zwei Siegen in Folge sei es " das erste Mal seit Langem, dass es etwas beruhigend wirkt", sagte der Schweizer: "Aber das kann auch trügen, es ist noch nicht alles perfekt. Wir müssen weiter arbeiten."

Nur für einen ist die Sache bereits durch. Derjenige saß aber auf der anderen Seite des Platzes. In der Pressekonferenz gratulierte Paderborns Coach Andre Breitenreiter der Hertha bereits zum Klassenerhalt.

Und Dardai? Der wollte davon nichts wissen. "Wenn wir das vielleicht nächste Woche (Freitag bei Hannover 96, Anm. d. Red.) mit einem Sieg geschafft haben, setzen wir uns neue Ziele - wir müssen besser Fußball spielen."

Paderborn bleibt in der Abwärtsspirale

Die Gäste verfolgen dagegen immer noch das gleiche Ziel: die Klasse halten. Denn die Talfahrt geht weiter.

Die Ost-Westfalen blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg und Tor und stecken damit vorerst in der Gefahrenzone fest.

Bei einem Punkt Rückstand auf Platz 16 und dem Hamburger SV klammern sich Breitenreiter und Co. nun an den Relegationsplatz. "Wir haben Hoffnung", beteuerte der Coach.

Was aber fehlt, sind Punkte.

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