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Martin Volkmar sieht in der Dominanz des FC Bayern eine Gefahr für die Bundesliga © SPORT1

Die Meisterschaft gibt dem FC Bayern Schwung für die kommenden Aufgaben. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sich die Konkurrenz künftig wieder mehr gegen die Münchner wehrt.

Dass der FC Bayern seine Meisterschaft am Sonntagabend auf dem Sofa feiern durfte, passt ins Bild dieses Start-Ziel-Titels.

Der Rekordmeister war vom ersten Spieltag an dermaßen dominant, dass sogar nach dem Fehlstart in die Rückrunde niemand am 25. Titelgewinn zweifelte.

Daher kann es einen auch nicht verwundern, dass man am Sonntagabend Jubelfeiern im erfolgsverwöhnten München vergeblich suchte. In anderen Städten undenkbar, doch in der bayrischen Landeshauptstadt sind Meisterschaften eben nichts Besonderes mehr.

Gleichwohl kann man dem Team von Pep Guardiola mit gutem Grund zur dritten Meisterschaft in Folge gratulieren. Konsequent und meist mit attraktivem Fußball ist der FCB durch diese Saison gerauscht und hat sich auch von den Strapazen nach der maßgeblich von Bayern-Profis gewonnenen Weltmeisterschaft und den vielen Verletzten nicht aus der Bahn bringen lassen.

Deshalb ist die Zufriedenheit an der Säbener Straße groß. Denn mit dem Bundesliga-Titel und dem Einzug ins Halbfinale der Champions League hat der Klub zumindest die Pflicht locker erfüllt.

Ob aus einer guten nun eine sehr gute Saison wird, entscheiden die Duelle im Pokal gegen Borussia Dortmund und danach in der Königsklasse gegen den FC Barcelona. Keine leichten Aufgaben, aber die Turbo-Meisterschaft dürfte den Bayern nochmal zur rechten Zeit etwas Schwung geben.

Trotzdem bleibt dringend zu hoffen, dass sich die brave Konkurrenz künftig wieder etwas mehr gegen den Münchner Durchmarsch wehrt als in den letzten drei Jahren. Auf Dauer schadet diese Einseitigkeit nämlich der gesamten Bundesliga und somit am Ende auch den Über-Bayern. 

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