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Srdjan Lakic-SC Paderborn 07-FC Augsburg-Bundesliga
Durch den Siegtreffer von Srdjan Lakic klettert Paderborn vom direkten Abstiegsplatz auf den Relegationsplatz © Getty Images

Der SC Paderborn sorgt für neue Spannung im Abstiegskampf. Gegen den FC Augsburg holt der Liga-Neuling nach langer Zeit wieder drei Punkte. Der Abstiegskampf hat neues Feuer.

Der Jubel der Fans überdeckte sogar den Schlusspfiff, die Mannschaft ließ sich vor der Kurve feiern wie seit dem Aufstieg nicht mehr: Der SC Paderborn hat im Abstiegskampf der Bundesliga den lang ersehnten und von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Big Point gelandet.

Nach dem 2:1 (0:0) gegen den FC Augsburg mischt der Aufsteiger sogar wieder im Rennen um den direkten Klassenerhalt mit und zieht Traditionsvereine wie den Hamburger SV und den VfB Stuttgart noch tiefer in den Strudel (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Kachunga: "Die Mannschaft lebt"

"Die Mannschaft lebt. Selbst nach dem 1:1 gab es keine hängenden Köpfe. Die Fans haben uns super getragen", sagte Elias Kachunga, der die 598 Minuten währende Durststrecke der Ostwestfalen in der 48. Minute beendet und so den Weg zum ersten Heimsieg seit dem 2. November 2014 (3:1 gegen Hertha BSC) geebnet hatte.

"Ich habe immer an mich geglaubt. Ich wusste auch, was die Mannschaft kann. Heute waren wir einfach dran", führte der U-21-Nationalspieler aus. Auch seinen Mannschaftskollegen war die pure Erleichterung anzumerken.

Lakic sorgt für Jubelstimmung beim SCP

"Das Spiel war gut für Seele, Kopf und Fuß", sagte Linksverteidiger Florian Hartherz, der das Siegtor durch Srdjan Lakic (60.) mit einer Maßflanke vorbereitet hatte. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch den besten Augsburger Pierre-Emile Höjbjerg (52.) tat der neuen Euphorie keinen Abbruch.

Bestätigt sah sich auch Paderborns Trainer für seine gebetsmühlenartige öffentliche Unterstützung der Mannschaft, die als Sensationsaufsteiger von der Tabellenspitze (4. Spieltag) zuletzt bis auf Platz 17 durchgereicht wurde (DATENCENTER: Tabelle).

Abstiegskampf spitzt sich zu

"Wir haben endlich das Erfolgserlebnis eingefahren, das wir schon länger verdient gehabt hätten", sagte Andre Breitenreiter - und schob genussvoll nach: "Wir konnten allen zeigen, dass wir noch da sind. Wir haben den Druck auf die anderen Mannschaften da unten erhöht."

Ein neuerliches Schneckenrennen um den Relegationsplatz wie in der Vorsaison wird es wohl nicht mehr geben. Paderborn hat mit 27 Punkten den Abstand auf den SC Freiburg und Hannover 96, die derzeit am rettenden Ufer stehen, auf zwei Zähler verkürzt. Zugleich stehen der HSV und VfB nun noch stärker unter Zugzwang.

Allerdings sind sich auch die Paderborner im Klaren, dass es zur Rettung noch ein weiter Weg ist. "Wir dürfen nicht denken, dass es jetzt von allein geht. Wir müssen Woche für Woche so eine Leistung wie heute zeigen", sagte Kachunga.

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