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Die Polizei in Bremen setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein
Die Polizei in Bremen setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein © Imago

Am Rande des Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV kommt es zu Schlägereien zwischen Ultras. Pyrotechnik wird gezündet, Polizisten werden verletzt.

Fliegende Flaschen, Schlägereien, Verletzte: Am Rande des Nordderbys zwischen den beiden Erzrivalen Werder Bremen und dem Hamburger SV (1:0) ist es wie befürchtet zu Ausschreitungen gekommen.

Unter anderem lieferten sich 50 bis 60 gewaltbereite Hamburger und 120 Bremer Ultras eine Schlägerei.

Dabei wurden Flaschen, Steine und andere Gegenstände geworfen. Das teilte die Polizei mit.

Die Beamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Insgesamt wurden drei Polizisten verletzt.

Zudem beschädigten HSV-Rowdys einen Zug und zündeten auf dem Bremer Bahnhof Pyrotechnik.

Bremer Randalierer bewarfen den HSV-Bus mit Flaschen. Auch innerhalb der Bremer Fans kam zu heftigen, offenbar politisch motivierten Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Hooligans und Ultras.

Hierbei wurde eine noch unbekannte Anzahl von Personen verletzt und musste von Rettungskräften versorgt werden.

Die Partie wurde als sogenanntes Risiko-Spiel eingestuft. Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz, bei "normalen" Spielen reichen 120 Beamte.

Die Stadt Bremen hatte angekündigt, die entstehenden Mehrkosten von etwa 300.000 Euro der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung zu stellen - ein Novum im deutschen Fußball. Die DFL will juristisch dagegen vorgehen.

Die Polizei stellte Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung, Raub, Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und Sachbeschädigung.

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