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Christian Streich ist seit Ende 2011 Trainer des SC Freiburg
Christian Streich ist seit Ende 2011 Trainer des SC Freiburg © Getty Images

Dem Trainer des SC Freiburg ist der zunehmende Einfluss von Investoren im Profifußball ein Dorn im Auge. Überlegungen, die 50+1-Regel aufzuweichen, hält er für bedenklich.

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg aus der Bundesliga betrachtet den zunehmenden Einfluss von Unternehmen und Mäzenen im deutschen Fußball mit Sorge.

"Es geht darum, das Spiel vor der vollständigen Kommerzialisierung zu schützen, damit das Geld nicht irgendwann - symbolisch gesprochen - über dem Spielfeld liegt", sagte der 49-Jährige im Interview mit dem kicker.

Streich fürchtet sich vor allem vor sportlichem Einfluss der Geldgeber nach US-Vorbild: "Eine Ausnahmeregelung der 50+1-Regel halte ich für falsch und bedenklich. Ich verstehe es nicht, dass sie nicht weiterhin so wie bisher geschützt wird." Ein Verein gehöre nicht einem Menschen, sondern sei ein Gemeinschaftserlebnis.

Bei einem fortschreitenden Szenario würde wohl auch externes Geld auf das Konto seines Vereins fließen müssen, um im Oberhaus zu bestehen.

"Schützt man den Fußball nicht genug, wird der SC Freiburg nicht mehr in der 1. und 2. Liga spielen oder es ist nicht auszuschließen, dass sich auch bei uns Investoren beteiligen", so Streich.

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