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SC Freiburg v 1. FC Koeln - Bundesliga
Trainer Christian Streich und Präsident Fritz Keller bilden das Führungsduo beim SC Freiburg © Getty Images

Die Faktenlage im womöglich größten Dopingskandal der westdeutschen Geschichte bleibt undurchsichtig.

Die bislang an die Öffentlichkeit gelangten Informationen scheinen nicht belastbar. "Wir können die Aussagen, die veröffentlicht wurden, so nicht teilen", sagte Bernd Wahler, Präsident des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, nach der Beratung beim "Doping-Gipfel" mit der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin.

Diese befasst sich mit der Doping-Vergangenheit an der dortigen Universität.

Das habe der Bundesligist in den Räumlichkeiten der Frauenklinik am Freiburger Universitätsklinikum "klar dokumentiert und dargestellt", sagte Wahler.

Die Kommission, deren vermeintliche Erkenntnisse durch einen Alleingang von Kommissionsmitglied Andreas Singler vorab veröffentlicht worden waren, habe "sich für Form und Inhalt der Vorgehensweise von Herrn Singler entschuldigt", sagte Wahler.

Ob Singler weiter Teil der Kommission sein wird, wurde am Donnerstag offenbar entschieden - Auskunft wird die Kommissionsvorsitzende Paoli aber erst am Freitag geben.

Singler hatte am 2. März geschrieben, dass in den "späten 1970er und frühen 1980er Jahren" beim VfB "im größeren Umfang" und "wenn auch nur punktuell nachweisbar" auch beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg Anabolika-Doping vorgenommen worden sei.

Auch der Sport-Club war am Donnerstag in Freiburg, um sich zu informieren.

"Wir haben keine neuen Erkenntnisse gewonnen", sagte SC-Präsident Fritz Keller nach knapp eineinhalb Stunden Beratung mit der Evaluierungskommission. Der Sport-Club habe - wie auch später der VfB - "kundgetan, dass wir vollumfänglich für die Aufklärung zur Verfügung stehen", sagte Keller: "Das ist auch in unserem eigenen Interesse".

Der Bundesligist habe es bedauert, "dass Andreas Singler nicht anwesend war, sodass wir die Ergebnisse hätten erörtern können", sagte Keller: "Wir haben Vertrauen zu dieser Kommission, aber auch die Kommission kann den Veröffentlichungen, die Herr Singler gemacht hat, nicht folgen".

In Freiburg informiert die Kommission, die mit ihren Ermittlungsergebnisse erst nach Abschluss der Arbeiten im Herbst an die Öffentlichkeit gehen wollte, am Donnerstag noch Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR).

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