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Dortmund - Hans-Joachim Watzke kündigt eine rasche Entscheidung in der Trainerfrage an. Er warnt davor, "zu eindimensional in Richtung Thomas Tuchel zu denken".

Die Trainerfrage bei Borussia Dortmund wird nicht lange ungeklärt bleiben.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Vorstellung eines Nachfolgers bereits für nächste Woche angekündigt.

"Die Lösung wird nicht ewig auf sich warten lassen. Ich denke, dass wir nächste Woche eine ordentliche und vernünftige Lösung transportieren", zitiert die Osthessen-Zeitung aus Fulda den BVB-Boss.

In Fulda war der 55 Jahre alte Geschäftsmann gestern beim "4. R+S Zukunftsforum" zu Gast – und äußerte sich nach seinem Vortrag in einer Presserunde auch ausführlich zur Situation des Revierklubs.

Wird es doch nicht Tuchel?

Zum jetzigen Zeitpunkt steht laut Watzke noch nicht fest, wer Jürgen Klopp im Sommer beerben wird. "Ich weiß nicht, wer neuer Trainer wird und wenn, würde ich es nicht sagen", meinte Watzke am Donnerstagabend.

Der BVB-Boss gab jedoch eindeutige Hinweise, die gegen den vielfach gehandelten Kandidaten Thomas Tuchel sprechen.

"Ein Zweitligatrainer wird es wohl nicht werden und deutschsprachig auch, aber ich warne davor, zu eindimensional in Richtung Thomas Tuchel zu denken", sagte Watzke.

Schon länger auf Nachfolger-Suche

Nach Informationen der Dortmunder Ruhr Nachrichten hat sich der BVB schon nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg Anfang Februar mit einer möglichen Nachfolge-Regelung für Jürgen Klopp befasst.

Angesichts des Absturzes auf Rang 18 ein nachvollziehbarer und logischer Schritt von Watzke und Sportdirektor Michael Zorc.

Daher war der Vorstandsvorsitzende der BVB-Geschäftsführung von Klopps Rücktritts-Ankündigung am Mittwoch auch nicht so überrascht wie mancher Fan.

Watzke: "Nicht ewig rumeiern"

Sascha Lewandowski
Sascha Lewandowski ist Nachwuchschef in Leverkusen © Getty Images

"Wir hatten das Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wir wollten da nicht ewig rumeiern. Außerdem wollten wir die gemeinsame Erfolgsgeschichte nicht pulverisieren", erklärte Watzke in Fulda.

Wer die neue Erfolgsgeschichte schreiben soll, wird voraussichtlich schon nächste Woche verkündet.

Neben Gladbachs Lucien Favre soll auch Leverkusens Nachwuchschef Sascha Lewandowski in den Dortmunder Überlegungen vor zwei Monaten eine Rolle gespielt haben.

Lewandowski gilt als kluger Taktiker

Der 43 Jahre alte gebürtige Dortmunder mit Wohnsitz in Bochum gilt als moderner Trainer und gewiefter Taktiker.

Als Leverkusener Chefcoach hat er seine Bundesligatauglichkeit wiederholt unter Beweis gestellt, wollte dann aber im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch hin wieder im Nachwuchsbereich arbeiten.

Wie die RN berichten, gebe es derzeit keinen Kontakt zu Lewandwoski. Das könnte sich aber schnell ändern.

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