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Der 1. FC Köln schwimmt gegen den Strom und will auf absehbare Zeit keinen Investor ins Boot holen.

"Das spielt derzeit keine Rolle", stellte Manager Jörg Schmadtke im Interview mit dem SID klar: "Irgendwann werden wir auch darüber einmal diskutieren müssen", schränkt er ein. Aber man müsse "aufpassen, sonst hat man am Ende eine völlig veränderte Fankultur. Dafür hat dieser Klub zu viel Tradition und zu viele Mitglieder".

Vor einem Dreivierteljahr hatte Schmadtke Investoren als "durchaus gangbaren Weg" bezeichnet. Doch nun bezweifelt er, dass dies die einzige oder beste Möglichkeit ist, finanziell konkurrenzfähig zu bleiben.

"Im Moment behaupten das einige", meinte der 51-Jährige: "Aber warten wir mal ab, wie die Diskussion ausgehen wird. Im ersten Zuge der Überlegung ist es die einfachste Variante, einen Geldgeber reinzuholen. Die Frage ist nur, was Du aus dem Geld machst. Der Einmaleffekt, Geld zu bekommen und es in zwei Jahren auszugeben, ist relativ gefährlich."

Wie sich der Fußball in dieser Hinsicht entwickelt, verfolgt Schmadtke aber mit Spannung. Wenn alles gut laufe, könne der FC, der den Klassenerhalt als Aufsteiger schon zwei Spieltage vor Saisonende sicher hat, in drei oder vier Jahren vielleicht einmal über den Europacup nachdenken.

Dafür müsse man aber "schauen, in welchem Wettbewerb man steht und mit wem", erklärte Schmadtke: "Zu den Etablierten werden noch einige wirtschaftsstarke Klubs hinzukommen. Da muss man schauen, wo man sich einordnet."

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