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Hamburger SV v SC Freiburg - Bundesliga
Gojko Kacar (l.) sichert dem Hamburger SV das Remis © Getty Images

Hamburg - Wie schon in der Vorwoche sichert das Tor des Serben dem Hamburger SV wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Der SC Freiburg lässt zu viele Chancen liegen.

Gojko Kacar hat dem Hamburger SV einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gerettet.

Nach zwei Siegen in Folge erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg dank des späten Treffers (90.) des Serben noch ein 1:1 (0:1) (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

"Wir haben heute sehr hart gekämpft und am Ende einen glücklichen Punkt mitgenommen", sagte der Torschütze bei Sky und schob nach: "Wir haben jetzt noch zwei sehr wichtige Spiele vor der Brust und müssen noch mehr investieren."

Denn vor den eigenen Fans verpassten die Hanseaten die ersehnte Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt (DATENCENTER: Tabelle).

HSV holt "das Optimum" heraus

Kacar hatte bereits beim 2:1-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 am vergangenen Sonntag den umjubelten Siegtreffer erzielt. Der HSV steht damit weiterhin auf Rang 14, muss aber immer noch kräftig zittern.

"Das war heute eine Willenssache. Wir haben zwar kein gutes Spiel gemacht, aber das Optimum herausgeholt", meinte Coach Labbadia.

So sah es auch sein Vorgesetzter: "Wir haben uns sehr schwer getan. Unsere Beine wurden immer schwerer. Wir waren nicht aggressiv genug. Der Punkt könnte aber noch sehr wichtig sein", sagte Sportdirektor Peter Knäbel.

"Gefühlte Niederlage" für Freiburg

Direkt hinter dem HSV rangiert nach dem Tor von Admir Mehmedi (25.) nun die Mannschaft von Trainer Christian Streich - nach wie vor mit nur einem Punkt Rückstand.

Freiburgs Präsident Fritz Keller sprach nach dem Schlusspfiff dennoch von einer "gefühlten Niederlage". Man habe "zu stark nachgelassen und den HSV wieder ins Spiel gebracht. Das fühlt sich echt beschissen an".

Streich zeigte sich dagegen trotz des späten Rückschlags "stolz, dass ich diese großartige Mannschaft trainieren darf".

Auch wenn die Breisgauer nun den FC Bayern empfangen, gibt sich der 49-Jährige weiterhin kämpferisch: "Wir geben nicht auf und haben auch keinerlei Grund dazu."

Harmlose Hamburger

Sowohl für die Hanseaten als auch für die Breisgauer ist der Punkt aber eigentlich zu wenig. Denn die Rivalen im Rennen um den Klassenerhalt - der SC Paderborn und Hannover 96 - können am Wochenende mit Siegen vorbeiziehen.

Zudem musste der HSV vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Imtech Arena durch Mehmedi als erster Klub sein 2500. Gegentor in der Bundesliga hinnehmen.

"Wir müssen noch einen drauflegen", hatte Labbadia, der Lewis Holtby und Zoltan Stieber für die verletzten Ivo Ilicevic (Muskelquetschung) und Nicolai Müller (Knochenödem) brachte, vor der Partie gesagt.

Und die Hamburger waren auch um die Spielkontrolle bemüht. Allerdings blieben die Offensivaktionen lange zu statisch und ungenau, um wirklich richtig gefährlich zu werden.

Sport-Club kontert

Die Freiburger konzentrierten sich zudem zunächst auf eine stabile Defensive, machten die Räume eng und zogen sich geschickt zurück, um dann über schnelle Gegenstöße gefährlich zu werden (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Die flinken Außen Jonathan Schmid und Felix Klaus sorgten dabei für Verwirrung in der Hamburger Hintermannschaft.

Dass der angeschlagene Top-Torjäger Nils Petersen (muskuläre Probleme) bis zur 75. Minute nur auf der Bank saß, machte sich bei den Freiburgern kaum bemerkbar.

Keeper im Fokus

Klaus vergab dann auch die erste richtige Chance der Partie. Nach einem Durcheinander im HSV-Strafraum landete der Ball auf dem Fuß des 22-Jährigen, seinen Schuss aus vier Metern parierte HSV-Schlussmann Rene Adler aber mit einem Weltklasse-Reflex (18.).

Sieben Minuten später war er gegen Mehmedis strammen Schuss dann aber machtlos.

Kurz zuvor hatte Stieber die Führung für den HSV vergeben. Freiburgs Torwart Roman Bürki brachte noch irgendwie seinen Fuß an den abgefälschten Schuss des Ungarn (24.).

Sport-Club lässt Chancen liegen

Unmittelbar vor der Pause forderten die Hamburger nach einem Zweikampf zwischen Stieber und Klaus Elfmeter (SERVICE: Die Statistiken des Spiels).

In der zweiten Hälfte spielte der HSV etwas konsequenter nach vorne und kam zu gefährlichen Ansätzen. Große Möglichkeiten waren aber Mangelware.

Die Freiburger blieben stets gefährlich - so entwickelte sich ein packendes Kellerduell. Kacar erzielte den Ausgleich aus kurzer Distanz per Kopf.

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