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München - Der ehemalige Stuttgarter Trainer erklärt im Volkswagen Doppelpass die Talfahrt des VfB und spricht auch darüber, was den Schwaben noch Hoffnung macht.

Der ehemalige VfB-Coach Armin Veh hat im Volkswagen Doppelpass Zweifel an der Qualität der Mannschaft des Tabellenletzten VfB Stuttgart geäußert.

"An Zufälle glaube ich nicht. Ich habe damals ja gesagt, dass wir auch das Glück nicht gehabt haben. Vom Glück kann man da aber jetzt nicht mehr sprechen. Wenn du dich immer reinhaust und trotzdem die Spiele verlierst, muss es auch mit der Klasse zu tun haben", sagte Veh.

Veh war im November 2014 zurückgetreten, weil dem VfB "das sportliche Glück fehle" und er das als sportlicher Verantwortlicher auch auf sich projizierte. Dies sieht er mittlerweile nicht mehr als Hauptgrund für den sportlichen Misserfolg Stuttgarts.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen der Doppelpass-Gäste Armin Veh und 1990er-Weltmeister Andreas Möller zusammengefasst.

Armin Veh über...

die Chancen des VfB Stuttgart auf den Klassenverbleib:

"Im Endspurt ist es wichtig nach einem ordentlichen Spiel auch zu punkten. Man sieht ja, was im Tabellenkeller los ist. Paderborn hat gewonnen. Insofern wird es nicht einfach für den VfB. Es ist aber eine Mannschaft, die immer will. Sie spielen ordentlich. Es passieren nur immer so einfache Fehler und darum stehen sie da unten. Ich habe zu Beginn der Saison in den zwölf Spielen mit Stuttgart neun Punkte geholt. Huub Stevens hat auch nur neun Punkte in zwölf Spielen geholt. Ich glaube nicht mehr an Zufälle. Es hat was mit der Klasse zu tun."

Stuttgarts Defizite:

"Du brauchst eine Achse, die Ruhe reinbringt. Die Spieler müssen im Spiel eigene Entscheidungen treffen. Da gibt es Defizite. Wir hätten damals im Sommer vielleicht im Abwehrbereich was tun müssen und im Zentrum, vielleicht auch links hinten. Es hätte einen größeren Umbruch geben müssen. Vom Budget her müssten die Stuttgarter auf Platz 8 oder 9 liegen. Das Innenverhältnis ist aber gut. Das kann entscheidend sein."

den Champions League-Kracher Bayern München gegen Barcelona:

"Das größte Problem der Bayern ist, dass sie auf eine Mannschaft treffen, die zu diesem Zeitpunkt topfit ist. Vor zwei Jahren hatte Barcelona gegen die Bayern einige Leistungsträger wie Lionel Messi nicht topfit dabei und die Bayern haben klar gewonnen. Man kann nicht einfach sagen: Ich schone jetzt einen Spieler und dann ist der plötzlich topfit. Das wird nicht funktionieren. Barcelona hat Vorteile. Es könnte schon sein, dass die Bayern defensiver spielen. Pep Guardiola hat das schon in Dortmund gemacht. Andererseits haben die Münchner keine richtigen Konterspieler."

Andreas Möller über:

die Favoritenrolle im Duell FC Barcelona - FC Bayern:

"Die Voraussetzungen sind sehr ungünstig. Für mich ist Bayern München leichter Außenseiter. Man muss versuchen im Hinspiel ein gutes Ergebnis zu erzielen. Chancenlos ist der FC Bayern nie. Das Geheimnis des Erfolgs liegt an Franck Ribery und Arjen Robben. Wenn diese zwei fit sind, ist es ein ganz anderer FC Bayern."

die wackeren Paderborner im Abstiegskampf: 

"Das sieht man was für ein Spirit in der Mannschaft ist. Andre Breitenreiter hat den Tournaround nochmal geschafft. Wenn sie es schaffen, wäre es eine Sensation. Klar ist aber: Der HSV und der VfB, die sogenannten Dinos, haben doch viel mehr Druck."

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