Video

Elkin Soto wird am Mittwoch in Straubing operiert. Auch Mainz-Präsident Harald Strutz verspricht bei SPORT1 volle Unterstützung - und kündigt eine Überraschung für den Kolumbianer an.

Das Handy von Elkin Soto vibriert in diesen Tagen ununterbrochen. Unzählige SMS erreichen ihn im Straubinger Krankenhaus, vor allem von seinen Mitspielern. Sie sind bei ihm. Trotz der rund 400 Kilometer Entfernung.

"Die Jungs sind heutzutage ja unheimlich vernetzt. Die Spieler stehen mit Elkin im ständigen Kontakt", sagt Mainz' Präsident Harald Strutz zu SPORT1.

In der Spezialklinik in Niederbayern soll sein Totalschaden im linken Knie repariert werden, nachdem sich sein Gelenk in der Horror-Szene am Sonntag gegen den HSV förmlich selbstständig gemacht hat. Sein OP-Termin steht nun fest: am Mittwoch.

Es soll gleichzeitig auch ein Schritt Richtung Zukunft sein, nachdem die Zeit in Mainz nach der schlimmen Verletzung stehen geblieben zu sein scheint. "Es hat keinen Sinn, diese Bilder weiter im Kopf herumzutragen", betont Strutz, schon seit 1988 Präsident. "Es hat eine Schock-Wirkung ausgelöst, eine besondere Emotionalität. Elkin ist ein Stück Seele des Vereins, ein fantastischer Mensch. Aber es muss sich nun setzen."

Am Samstag steht für die Mainzer in der Bundesliga die nächste Partie an. Abends, das Topspiel beim stark abstiegsbedrohten VfB Stuttgart (ab 18 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Die Vorbereitung auf das Spiel erlaubt es der Mannschaft nicht, ihren Kollegen in Straubing zu besuchen. Dafür hat sie andere Pläne: Sie spielt am Samstag für ihre Nummer 19.

Elkin Soto Krankenbett
Elkin Soto schickte Grüße aus seinem Krankenbett © instagram.com/esoto16

"Die Mannschaft und der Verein werden beim Spiel einen besonderen Akzent setzen." So viel verrät Strutz gegenüber SPORT1. Alles weitere soll eine Überraschung bleiben. Nur so viel: Diese besondere Geste auf dem Platz soll Soto "Kraft geben, das hilft ihm sehr."  

Der Mittelfeldspieler wollte nach der laufenden Saison ursprünglich in seine Heimat zurückkehren und dort seine Laufbahn beenden. Der Mainzer Manager Christian Heidel hatte dem langjährigen FSV-Profi Soto (seit 2007 im Verein) nach dem schlimmen Vorfall noch am Sonntag einen neuen Vertrag angeboten.

Der Kolumbianer, seit 2007 im Verein, betonte bereits, wie überwältigt er sei. Genesungswünsche aus der ganzen Welt erreichten ihn. Die abschließenden Worte des Präsidenten klingen da wie ein konsonanter Schlussakkord: "Wir sind ein herzensnaher Verein. Elkin braucht sich bei uns keine Sorgen zu machen – wir werden uns um ihn kümmern!"

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel