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SC Freiburg v SC Paderborn 07 - Bundesliga-Lukas Rupp
Lukas Rupp (l.) Moritz Stoppelkamp jubeln über den Sieg in Freiburg © Getty Images

München und Paderborn - Viele Wochen galt der SC Paderborn als sicherer Absteiger, die Formkurve ging steil nach unten. Mit dem Sieg in Freiburg änderten sich jedoch die Vorzeichen.

Das mit dem Image ist so eine Sache.

Der Hamburger SV oder der VfB Stuttgart verlieren Wochen für Wochen, bewerben sich nachhaltig um den Abstieg. Doch irgendwie fiel immer der Name Paderborn, wenn es um sichere Absteiger ging.

Und nicht ohne Grund: Dem Klub aus Ostwestfalen ging ebenfalls zusehends die Luft aus. Vorbei die Herrlichkeit, mit der der Aufsteiger in der Hinrunde, richtig, als Tabellenführer zum FC Bayern München reiste.

Bilanz eines Absteigers

In der Rückrunde trat das ein, was erwartet wurde. Niederlage reihte sich an Niederlage. 0:5 in Mainz, 0:6 in München, 0:4 in Frankfurt. Zwischen dem 22. und 27. Spieltag schoss die Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter kein Tor, kassierte 17 Treffer bei fünf Niederlagen und einem Remis. Insgesamt 17 Spiele blieb die Mannschaft sieglos. Die Bilanz eines Abstiegskandidaten.

Bis vergangenen Samstag, gegen 17:05 Uhr. Tatort Freiburg, Auswärtsspiel beim ebenfalls um den Klassenverbleib kämpfenden SC. Lukas Rupp trifft zum 2:1-Endstand für den SC. Ein Lebenszeichen, ein Signal an die Konkurrenz: Seht her, wir machen noch mit in diesem heißen Abstiegskampf.

"Jeder hat uns doch schon für abgestiegen gehalten. In manchen Umfragen kamen wir ja nicht mal mehr vor", stellte auch Trainer André Breitenreiter süffisant fest.

Wieder über dem Strich

Vor dem 32. Spieltag steht Paderborn auf Rang 15, über dem ominösen Strich und hat es wieder selbst in der Hand. Schlusslicht Stuttgart ist bereits vier Punkte dahinter.

Das Restprogramm für den SCP ist allerdings deftig: Wolfsburg (H), dann Schalke (A), bevor es am letzten Spieltag zum vielleicht großen Showdown vor eigenem Publikum mit dem VfB Stuttgart kommt, während in Hannover, derzeit 17., der SC Freiburg gastiert. 

Sicher ist: Paderborn kann ohne Druck in diese Spiele gehen. In Stuttgart, Hamburg oder Hannover steht deutlich mehr auf dem Spiel. Manchmal ist so ein Image dann doch nicht so schlecht.

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Das Restprogramm der Abstiegskandidaten im Überblick

HERTHA BSC (13. Tabellenplatz/35:48 Tore/33 Punkte)
(A) Borussia Dortmund
(H) Eintracht Frankfurt
(A) 1899 Hoffenheim
   

HAMBURGER SV (14./21:47/31)
(H) SC Freiburg
(A) VfB Stuttgart
(H) Schalke 04
    
SC PADERBORN (15./29:59/31)
(H) VfL Wolfsburg
(A) Schalke 04
(H) VfB Stuttgart
    
SC FREIBURG (16./32:43/30)
(A) Hamburger SV
(H) Bayern München
(A) Hannover 96
    
HANNOVER 96 (17./35:53/30)
(H) Werder Bremen
(A) FC Augsburg
(H) SC Freiburg
    
VFB STUTTGART (18./36:58/27)
(H) FSV Mainz 05
(H) Hamburger SV
(A) SC Paderborn

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