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Eintracht Frankfurt v Hannover 96 - Bundesliga, Heribert Bruchhagen
Heribert Bruchhagen ist seit 2003 Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt © Getty Images

Der Eintracht-Boss warnt einmal mehr vor ungleichen Kräfteverhältnissen in der Bundesliga. Sollte sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen, befürchtet er Schlimmes.

Heribert Bruchhagen hat beim SPONSORs Sports Media Summit einmal mehr vor immer ungleicheren finanziellen Verhältnissen in der Bundesliga und einer "weiteren Spreizung" bei der Verteilung der TV-Gelder gewarnt.

"Die Tabelle bleibt vorhersehbar. Die Spreizung darf nicht weiter voranschreiten", zitierte die Frankfurter Neue Presse den Vorstandsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt.

Immer wieder hatte Bruchhagen in den vergangenen Jahren beklagt, dass die Tabelle zementiert sei. Kleinere Klubs hätten kaum noch eine Chance gegen die finanzkräftigen Top-Vereine, die durch TV-Gelder und die Teilnahme an der Champions League weitaus höhere Einnahmen hätten.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte die Bundesliga sogar "einen Gesamtschaden" nehmen, befürchtet Bruchhagen.

Als Beispiel führte der Eintracht-Boss den Spieleretat von Bayern München an, der 500 Prozent größer sei, als der der Frankfurter. Noch 1992 habe der Etat des FC Bayern lediglich 40 Prozent über dem der Eintracht gelegen.

Bruchhagen fordert einen TV-Verteilerschlüssel, der sich nach dem Zuschauerinteresse richtet. "Gefüllte Stadien sind das Elementare des Fußballs", erklärte er.

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