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FC Augsburg v 1. FC Koeln - Bundesliga
Raul Bobadilla (l.) im Zweikampf mit Kevin Wimmer © Getty Images

Augsburg - Der FC Augsburg wertet das Remis gegen den 1. FC Köln als Punktgewinn auf dem Weg in die Europa League und stellt mit Vertragsverlängerungen die Weichen für die Zukunft.

Es war wieder nur ein kleiner Schritt Richtung Europa, aber ärgern wollte sich beim FC Augsburg niemand über das 0:0 gegen die Maurermeister vom 1. FC Köln.

"Es bleibt hoffentlich spannend bis zum Schluss", sagte Trainer Markus Weinzierl über den "Eurofight", und sein Lächeln wirkte keinesfalls gequält.

Manager Stefan Reuter meinte nach einem Blick auf die Ergebnisse auf seinem Handy schmunzelnd: "Es wird extrem eng, die anderen drücken von hinten. Aber das ist eine tolle Situation für uns."

"Können stolz sein"

Toll? Tatsächlich! Der "kleine" FCA in der Europa League - nur vier Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga ist die Erfüllung dieses Traums zum Greifen nah (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Und das, obwohl die Schwaben von den vergangenen sieben Spielen nur eines gewonnen haben. Trotzdem behauptetet man weiterhin den Europa-League-Platz sechs (DATENCENTER: Tabelle).

"Wenn wir auf die Tabelle schauen, können wir stolz sein", sagte Halil Altintop. Kapitän Paul Verhaegh ergänzte: "Vielleicht ist dieser Punkt am Ende noch ganz wertvoll."

Drei Leistungsträger verlängern

Das Duo stand gegen Köln besonders im Fokus, gab der Klub doch kurz vor Spielbeginn bekannt, dass beide Spieler ihre Verträge verlängert haben.

Altintop (32) bleibt bis 2017, Verhaegh (31) sogar bis 2018 und Ersatzkeeper Alex Manninger (37) bis 2016.

Diese Personalien trugen zur guten Stimmung der 29.158 Zuschauer wie der Verantwortlichen bei. Weinzierl, der wie Reuter kürzlich seinen Vertrag ebenfalls langfristig verlängert hatte, sprach von einem "Zeichen".

Hoher Altersschnitt kein Problem für Augsburg

Reuter meinte, es sei "ganz wichtig, dass der Kern erhalten bleibt". Dass dieser Kern der ältesten Mannschaft der Liga ein reifes Alter hat, ficht ihn nicht an.

"Ich habe mit fast 38 noch Champions League gespielt", meinte der Weltmeister von 1990. Und Augsburg würde ja auch die Europa League reichen.

Dass das Ticket fürs internationale Geschäft nicht schon gebucht ist, liegt vor allem an der mangelnden Kaltschnäuzigkeit.

FCA zu harmlos

Kein Team aus der oberen Tabellenhälfte hat seltener getroffen als der FCA (38 Tore).

Köln, das mit Fünferkette verteidigte, hatte wenig Mühe, mit dem neunten 0:0 seinen Ligarekord auszubauen. "Die haben ultradefensiv gespielt. Das ist legitim, aber es macht keinen Spaß", sagte Weinzierl.

Markus Feulner (19.) und der starke Jeong-Ho Hong (82.) vergaben die besten Chancen für die Fuggerstädter.

Köln vor Klassenerhalt

Altintop vermutete in der schwachen Ausbeute ein Kopfproblem. "Viele Spieler wissen nicht, was es heißt, einen Platz unter Druck zu verteidigen", sagte der Routinier. Dennoch werde es reichen, um nächste Saison europäisch zu spielen.

Die seit vier Spielen ungeschlagenen Rheinländer dagegen wollen am kommenden Sonntag gegen Schalke 04 die lang ersehnte Klassenerhaltsparty feiern.

"Egal, wie grausam es war: wir haben einen Punkt gewonnen", sagte Mittelfeldmotor Matthias Lehmann: "Wir schauen, dass wir es in der nächsten Woche perfekt machen. Auswärts Appetit holen, zuhause essen."

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