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Der Torwart spricht nach dem peinlichen Auftritt der Schalker in Hamburg Klartext. Schalke muss Augsburg vorbeiziehen lassen, Horst Heldt kündigt Gespräche an.

Die Saison ist vorbei, doch der desolate Auftritt des FC Schalke 04 beim 0:2 in Hamburg dürfte noch Konsequenzen haben.

Lust- und ideenlos präsentierten sich die Schalker, phasenweise grenzte die Vorstellung der Profis an Arbeitsverweigerung.

Immerhin fand Torwart Ralf Fährmann nach der Partie deutliche Worte. "Ich kann mir das nicht erklären", schimpfte Fährmann bei Sky: "Es tut mir leid, dass sich die Fans wieder so ein Spiel von uns anschauen müssen. Das tut mir leid, ich kann mich einfach nur entschuldigen. Das war riesengroße Scheiße von uns."

"Wir wollen euch kämpfen sehen", forderten die Schalker Fans immer wieder. Vergeblich. Durch die Niederlage der Schalker zog Augsburg in der Tabelle vorbei, Schalke fiel auf Platz sechs zurück.

Qualifikationsrunde droht

Sollte Dortmund nun das Pokalfinale gewinnen, müsste die Mannschaft von Trainer Roberto Di Matteo die Qualifikationsrunde zur Europa League bestreiten.

"Wir müssen jetzt abwarten, wie das Pokalfinale ausgeht. Dann erst werden wir Gewissheit haben, ob wir noch extra Runden drehen müssen", sagte Heldt.

Mit versteinerten Mienen schlichen sich die Spieler nach dem Schlusspfiff vor den Gästeblock und ertrugen geduldig ein überaus schrilles Pfeifkonzert.

Di Matteo hielt sich von den erbosten Fans lieber fern und reagierte eher fatalistisch auf die höchst mittelmäßige Leistung seiner Schützlinge: "Besonders bei den Gegentoren hätten wir aufmerksamer sein müssen, aber wenn erst einmal der Wurm drin ist..."

Di Matteo wackelt

Für den Trainer könnte die Luft nach der enttäuschenden Saison und den zuletzt desolaten Auftritten dünn werden.

Sportvorstand Horst Heldt kündigte Gespräche für die kommenden Tage an. Aber auch Heldts Position dürfte durch die erneute Enttäuschung weiter geschwächt sein.

"Wir werden das jetzt in den nächsten Tagen besprechen und analysieren und dann sicherlich auch Maßnahmen zur neuen Saison treffen", sagte Heldt.

Fährmann nimmt Di Matteo in Schutz

Fährmann wollte im Gespräch mit SPORT1 die Schuld nicht beim Trainer suchen. "Man kann das nicht an einer Person festmachen", sagte der 26-Jährige: "Der Trainer kann uns eine taktische Richtlinie vorgeben, aber wenn wir das auf dem Platz nicht umsetzen, ist die Mannschaft Schuld und nicht der Trainer.“

Eine Erklärung für die Misere hatte der Torwart aber nicht.

"Ich weiß es nicht. Ich habe mir auch viele Gedanken gemacht", sagte er: "Vielleicht machen wir uns auch zu viele Gedanken und müssen stattdessen einfach mal wieder Männer auf dem Platz sein."

Dann sprach Fährmann wohl allen Schalker Spielern und Fans aus der Seele. "Ich bin froh, dass jetzt erstmal Pause ist. Denn es tut weh, solche Spiele zu bestreiten", sagte der Torwart.

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