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Simon Rolfes
Simon Rolfes mit seiner Tochter Livia auf Abschiedstour © Getty Images

Mit einem 2:0 gegen 1899 Hoffenheim verabschieden sich der langjährige Kapitän Simon Rolfes und Urgestein Stefan Reinartz von den Leverkusener Fans.

Auf den Videowänden liefen die schönsten Szenen der Profi-Karrieren von Simon Rolfes und Stefan Reinartz im Trikot von Bayer Leverkusen, dazu dröhnte aus den Boxen "Thank you for being a friend" von Andrew Gold (Datencenter: Tabelle).

"Das war schon sehr bewegend und schön. Wichtig war mir aber, dass ich mich in meinem letzten Spiel mit einem Sieg von diesen tollen Fans verabschieden konnte", sagte Bayer-Kapitän Rolfes recht cool nach dem 2:0 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim.

Abschied nach zehn Jahren in Leverkusen

Der 33-Jährige beendet am kommenden Wochenende nach dem letzten Saisonmatch bei Eintracht Frankfurt und seinem dann wohl 377. Pflichtspiel im Bayer-Trikot seine Karriere und wird vom Klub anschließend zum Ehrenkapitän ernannt.

Bayer 04 Leverkusen v 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Simon Rolfes bei seinem letzten Heimspiel im Duell mit Kevin Volland © Getty Images

"Das war eine wunderbare Zeit mit Simon", sagte sein alter Kumpel Stefan Kießling, der im Gegensatz zu Rolfes, dem er einen Kuchen gebacken hatte, sogar einige Tränen verdrückte.

Der 26-malige Nationalspieler war in der 77. Minute unter tosendem Applaus der Zuschauer und auch seiner Mitspieler ausgewechselt worden und verfolgte den Rest der Partie, die Hakan Calhanoglu per Freistoß (45.+1) und Kießling (61.) entschieden hatten, dann mit seinem vierjährigen Töchterchen Livia auf dem Schoß von der Bank aus (Die Highlights zum Nachhören in unserem Sportradio SPORT1.fm).

Nach dem Abpfiff kletterten Rolfes und Reinartz, der Bayer nach 16 Jahren mit unbekanntem Ziel verlässt, auf den Zaun vor der Bayer-Kurve und feierten mit den euphorischen Fans. Dazu gesellte sich vieldeutig Gonzalo Castro, den es trotz laufenden Vertrages bis 2016 angeblich aufgrund einer Ausstiegsklausel zu Borussia Dortmund zieht.

Schmidt verspricht Champions League

Zu Personalien wollte sich Bayer-Sportchef Rudi Völler nach dem "tollen Saisonabschluss zu Hause" nicht äußern, auch nicht zu Hoffenheims Kevin Volland, den er angeblich auf dem Zettel hat: "Wir sind im Angriff gut besetzt. Wir müssen unsere Baustellen in der Abwehr schließen, und das werden wir tun und dann wieder eine gute Saison spielen."

Roger Schmidt ist seit Juli 2014 Trainer von Bayer Leverkusen
Roger Schmidt denkt bereits an die Champions League © Getty Images

Ähnlich optimistisch äußerte sich Bayer-Trainer Roger Schmidt, auch wenn am Ende seines ersten Jahres unter dem Bayer-Kreuz Platz drei verpasst wurde. "Wir werden diesen vierten Platz vergolden und nächste Saison wieder in der Champions League spielen", versprach der Bayer-Coach.

Hoffenheim verpasst Europa League

Auf Hoffenheimer Seite überwog dagegen die Enttäuschung, hatte man doch über Wochen an der erstmaligen Qualifikation für die Europa League geschnuppert. "Den Europacup haben wir nicht heute verspielt, sondern in Köln und gegen Frankfurt", sagte ein desillusionierter 1899-Kapitän Andreas Beck mit Blick auf die 2: 3-Pleite bei den Geißböcken und das 1:3 gegen die Hessen am drittletzten Spieltag.

Sein Trainer Markus Gisdol ließ die vertane Chance offenbar kalt. "Unser Saisonziel war nicht die Europa League, sondern Platz acht bis 12. Und Platz acht können wir noch erreichen, das ist ein lohnenswertes Ziel. 

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