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Thomas Hitzlsperger und Hansi Müller
Thomas Hitzlsperger (r.) gilt als Kandidat für die Nachfolge von Hansi Müller © Getty Images

Stuttgart und München - Nach dem Rücktritt von Aufsichtsrat Hansi Müller ist der VfB Stuttgart auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Ein heißer Kandidat soll Thomas Hitzlsperger sein.

Als hätte der VfB Stuttgart derzeit nicht schon genug Probleme.

Zu der beinahe aussichtslos erscheinenden Lage des Tabellenletzen im Bundesliga-Abstiegskampf muss sich der schwäbische Traditionsverein jetzt auch noch auf die Suche nach einem Nachfolger des am Montag zurückgetretenen Aufsichtsrats Hansi Müller machen.

Entscheidung bei nächster Jahreshauptversammlung

Mit Vereinsikone Müller ist die letzte - und einzige - sportliche Kompetenz des jetzt nur noch fünfköpfigen Aufsichtsrats ausgeschieden.

Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung wird sich an der Anzahl der Gremiums-Mitglieder nichts ändern - Müllers Position bleibt bis dahin vakant. Dann muss der Aufsichtsrat einen Kandidaten präsentieren, über den die Mitglieder abstimmen müssen.

In Stuttgarter Medien wird eifrig über einen Müller-Nachfolger spekuliert. So bringen die Stuttgarter Nachrichten mit Thomas Hitzlsperger einen weiteren Ex-Spieler ins Gespräch. Der 33-Jährige, der 2007 mit dem VfB die deutsche Meisterschaft gewann und im Vorjahr seine Karriere beendet hatte, ist demnach ein heißer Kandidat.

„Ich habe drei, vier Namen im Kopf“, sagte Aufsichtsratchef Joachim Schmidt. VfB-Präsident Bernd Wahler war mit dem Anspruch, das Verhältnis zu ehemaligen Klubgrößen zu verbessern, in sein Amt gestartet. Aus genau diesem Grund hat Hitzlsperger gute Aussichten.

Hansi Müller schweigt

Der zurückgetretene Hansi Müller wollte sich auf SPORT1-Nachfrage nicht mehr äußern.

"Alles was zu sagen ist, habe ich in einer Mitteilung getan. Die Situation ist schon delikat genug. Bitte haben Sie dafür Verständnis", so Müller.

Der frühere Spieler und Sportdirektor des VfB hatte am Montag auf die massive Kritik reagiert und seinen Rückzug aus dem Aufsichtsrat bekanntgeben. Grund war ein TV-Interview, in dem Müller die Verpflichtung von Alexander Zorniger zur neuen Saison bestätigt hatte.

"Ich bedauere diesen Fehler außerordentlich und habe mich dafür auch bei den Verantwortlichen des Klubs in aller Form entschuldigt. Gleichzeitig bin ich zutiefst betroffen zu sehen, was meine Aussage an medialer Resonanz ausgelöst hat", hatte der 57-Jährige erklärt.

Zorniger soll kommen

Dass Zorniger, Ex-Coach von RB Leipzig, im Sommer Huub Stevens ablöst, gilt in Stuttgart als offenes Geheimnis. Dennoch dementieren die Verantwortlichkeiten bisher hartnäckig eine Einigung.

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