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Cardoso stärkt dem neuen HSV-Trainer Labbadia den Rücken © Getty Images/ SPORT1

München - Mit dem neuen Trainer und zwei Siegen ist der Glaube in Hamburg zurück, verrät Rodolfo Esteban Cardoso bei SPORT1. Er charakterisiert den Typen Labbadia.

Der Hamburger SV scheint von den Dinosauriern auferstanden.

"Der Glaube ist zurück!", sagt Rodolfo Esteban Cardoso im Gespräch mit SPORT1. Er ist im Verein als Trainer von Hamburg II tätig und bekommt die Stimmung jeden Tag mit.

Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den SC Freiburg (ab 20 Uhr LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) erzählt er: "Die Stimmung ist immer noch angespannt. Aber der Glaube ist zurück! Die zwei Siege haben der Mannschaft sehr gut getan. Und auch die Fans sind wieder vom Klassenerhalt überzeugt."

Einen großen Anteil am Aufwärtstrend mit zuletzt zwei Erfolgen (3:2 gegen Augsburg, 2:1 in Mainz) der Norddeutschen hat für Cardoso zweifellos Trainer Bruno Labbadia.

Motivator Labbadia

"Er hat die Mannschaft total verändert", meint Cardoso, der zwischen 1997 und 2004 selbst beim HSV als Spieler aktiv war. "Das Team spielt jetzt offensiver und mit mehr Schwung."

Über den Motivator Labbadia verrät Cardoso: "Er ist ein emotionaler Typ, der die Spieler richtig heiß macht und klare Vorstellungen hat. So war er schon als Spieler: immer positiv und emotional."

Abstiegskampf extrem eng

Derzeit auf Platz 14 trennt den HSV nur ein Punkt vom Tabellen-16. Freiburg.

"Die Situation kann sich jede Woche verändern. Jeder muss mit den Füßen auf dem Boden bleiben", warnt Cardoso. Mit einem Sieg könnte sich der HSV sogar auf vier Punkte zu den Abstiegsrängen absetzen.

"Mehr Konstanz und bessere Ergebnisse"

Aber: Hamburg hat seit vier Jahren nicht mehr drei Spiele am Stück gewonnen. Ein Symptom der schwierigen letzten Jahre.

"Es gab viele Trainerwechsel, viel Unruhe. Man braucht mehr Konstanz und bessere Ergebnisse", erklärt Cardoso, der die erste Mannschaft des HSV zuletzt 2013 für zwei Spiele betreute.

Generell wird Labbadia wohl der siegreichen Elf der letzten beiden Spiele vertrauen. Nur Ivo Ilicevic (Muskelquetschung) ist angeschlagen, für ihn könnte gegen Freiburg Lewis Holtby ins Team rücken.

HSV-Schreck Petersen fraglich

Bei Freiburg ist der Einsatz von Top-Torjäger Nils Petersen (muskuläre Probleme) fraglich. Er gilt als HSV-Schreck, war in seinen sechs Spielen gegen die Hamburger an vier Treffern beteiligt (drei Tore, ein Assist).

"Die zwei Siege des HSV haben mich nicht sonderlich beeindruckt. Die sind ergebnismäßig im Aufwind, das ist alles. Ich denke nicht, dass der HSV unschlagbar ist", sagte Streich trocken am Donnerstag.

Und weiter: "Wir fahren dorthin, um zu gewinnen. Entweder werden wir es allen zeigen - oder untergehen."

Cardoso hofft auf doppelten Klassenerhalt

Als Ex-Spieler des SC sympathisiert Cardoso auch mit den Freiburgern. "Sie schaffen es jedes Jahr wieder die Klasse zu halten, obwohl die finanziellen Mittel klein sind", sagt er anerkennend.

"Der HSV ist in guter Form, spielt zu Hause und hat nach den zwei Siegen deshalb einen kleinen Vorteil", glaubt Cardoso. Er drückt beiden Mannschaften im Abstiegsrennen die Daumen und meint, dass die Chancen auf beide Seiten da sind.

"Am Ende wünsche ich mir, dass beide Vereine drinbleiben. Die Bundesliga braucht beide Teams."

Aber beide Teams brauchen im direkten Duell unbedingt einen Sieg.

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