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Thomas Tuchel übernimmt bei Borussia Dortmund den Trainerposten von Jürgen Klopp © Getty Images

München und Dortmund - Nach dem Abschied von Jürgen Klopp übernimmt Thomas Tuchel offiziell Borussia Dortmund. Bei seiner Vorstellung erklärt der neue Trainer seine Pläne mit dem BVB. Der TICKER zum Nachlesen.

Die Ära Jürgen Klopp ist beendet, mit dem neuen Trainer Thomas Tuchel beginnt bei Borussia Dortmund eine neue Zeit.

Nach einem Jahr Pause kehrt der Ex-Coach von Mainz 05 zurück in die Bundesliga und wird beim BVB offiziell vorgestellt.

Auf einer Pressekonferenz in Dortmund erklärt Tuchel seine Pläne mit dem BVB. Dabei sieht er zunächst wenig Gründe, viel zu verändern.

Die Pressekonferenz von Tuchels erstem Auftritt zum Nachlesen im TICKER von SPORT1.

(LIVETICKER aktualisieren)

+++ Das war's +++

Pressechef Fligge spricht die letzten Worte, da stehen die Fotografen bereits wieder auf und drücken wie wild auf den Auslöser.

+++ Letzte Frage zu Blatter +++

Tuchel gibt die Frage direkt weiter zu Watzke. "Die Entscheidung ist sehr gut für den Fußball. Die Umstände, die dazu geführt haben, haben mich aber überrascht", sagt Watzke und verweist auf Blatters Wiederwahl als FIFA-Präsident am Freitag wenig Tage vor seinem Rücktritt. Bei der FIFA überrasche ihn aber nicht mehr so viel.

+++ "Werden Lösungen finden" +++

Reise nach Tokio und Singapur, Länderspiel-Abstellungen, dann auch noch die Quali für die Europa League. Viel Zeit für Vorbereitung bleibt da nicht. "Wir werden es kompensieren müssen, weil wir keine andere Wahl haben", sagt Tuchel. "Wenn man eine Chance bekommt, einen Klub in einem europäischen Wettbewerb zu trainieren, muss man die auch nutzen." Klar hätte er mehr zeit gehabt, "aber die Situation ist, wie sie ist. Sie ist eine massive Beeinträchtigung und nicht gerade ein Vorteil gegenüber den Teams, die wir attackieren wollen. Aber wir werden Lösungen finden." Grundlagen zu schaffen, könne daher weit in die Saison hineingehen. "Wir dürfen nicht den Fehler machen, alles reinzupacken, war wir reinpacken wollen. Wir müssen bescheiden bleiben."

+++ Tradition und Emotion +++

Die Tradition in einem Klub wie dem BVB habe bei seiner Entscheidung eine "riesen Rolle" gespielt, beteuert Tuchel. "Ich bin ein sehr emotionaler Coach, der das auch mitlebt. Ich freue mich darauf, das zu erfahren und zu erleben, "wenn so eine Macht und Energie entsteht, die man wahrscheinlich gar nicht mit Worten beschreiben kann".

+++ Die Frage nach dem Stil +++

"Das große Glück ist, dass Dortmund einen Stil geprägt hat", erklärt Tuchel. Dortmund steht für einen sehr aktiven Angriffsfußball. Das ist etwas, mit dem ich mich sehr wohl fühle. Wir wollen auch agieren, wenn wir mal nicht den Ball haben." Er wolle aber auch schauen, welches Talent die Spieler haben und "dann entscheiden, wie wir spielen lassen". In seiner Zeit in Mainz wurde sein Team über den schnellen Umschaltfußball definiert. "Jetzt freue ich mich auch auf andere Qualitäten."

+++ Was hat Tuchel gemacht? +++

In seinem Jahr ohne Fußball habe Tuchel viel Zeit mit seiner Familie verbracht und "gelernt, dass man den Tag nicht durchtakten muss, sondern genießen kann". Zudem habe er Zeit gehabt, Gespräche zu reflektieren und nachklingen zu lassen. Mit all den Gesprächen, Familienfesten und Unternehmungen "geht so ein Jahr ganz schön schnell vorbei".

+++ Keine Streichliste +++

Eine Wunschliste habe Tuchel nach eigenen Aussagen nicht erstellt. Er müsse sich erst ein eigenes, verlässliches Bild von der Mannschaft machen. "Es spielen da so viele Dinge eine Rolle, dass in der ganzen Personalfrage weniger viel mehr ist. Es ist mein großer Wunsch, mit allen Spielern zu arbeiten. Natürlich sprechen wir über Personalien, aber die Mannschaft ist gut zusammengestellt. Es gibt jetzt keinen Grund, dass ich am Videogerät darüber urteile, wer jetzt raus muss. Das ist nicht mein Verständnis von Führung der Mannschaft."

+++ Lob für Klopp +++

Tuchel will die Leistungen von Klopp voll anerkennen. Für Tuchels Weg "hat Jürgen maßgeblich die Basis geleistet", erklärt der neue Trainer. "Nun liegt es an uns, neue Kapitel zu schreiben."

+++ Vollstes Vertrauen +++

Tuchel betont, dass Watzke und Zorc ein wichtiger Bestandteil seiner Entscheidung zugunsten des BVB waren. Er spüre das absolute Vertrauen, diesen Weg zu gehen.

+++ Kampfansage +++

"Es ist extrem wichtig, dass wir für diesen Weg eine besondere Hingabe entwickeln", erklärt der Ex-Mainzer und legt viel Wert auf Fleiß, Bescheidenheit, Mut, Offenheit und Behaarlichkeit. "Ich möchte, dass die Teams, die wir herausfordern, uns ständig spüren." Tuchel wünscht sich dabei Leistungsbereitschaft "frei von Egoismen".

+++ Tuchel spricht +++

Tuchel habe große Wünsche gehabt, einen Top-Bundesligisten, einen Traditionsverein zu trainieren: "Ich bin überglücklich." Der BVB sei ein Team, das Wettbewerbe gewinnen könne. "Aber wenn ich sage, dass wir die nationalen Titel gewinnen können, dann hat sich das Feld der Kandidaten erweitert", sagt er. Der BVB habe einen gewissen Rückstand auf Bayern, Leverkusen, Mönchengladbach und Wolfsburg aufzuholen. "Wir sind die Herausforderer, weil diese vier Teams sowohl in der Hinrunde wie auch in der Rückrunde die besten Teams waren."

+++ Zorc begründet Wahl +++

"Thomas ist die logische Entscheidung, ihn als neuen Trainer zu verpflichten", sagt Zorc. "Er hat eine klare Vorstellung, wie er Fußball spielen lassen will. Er ist in er Lage, Spieler wie auch Mannschaften über einen längeren Zeitraum weiterzuentwickeln." Darüber hinaus lobt er die hohe taktische Flexibilität des neuen Trainers.

+++ 2009 zuerst aufgeallen +++

2009 sei Tuchel zum ersten Mal ins BVB-Radar gelaufen, als er mit der Mainzer U19 die Junioren des BVB geschlagen hatte, erklärt Zorc "als kleine Anekdote vorweg".

+++ Nichts zum Personal +++

Watzke kündigt direkt an, nichts zu personellen Änderungen sagen zu wollen. "Nicht aus Sturheit, sondern weit wir mitten in der Personalplanung sind", sagt er. Es sei noch nichts abgeschlossen.

+++ Zurück in den Kampfmodus +++

"Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit gehabt, unsere Wunden vom Samstag zu lecken", sagt Watzke und eröffnet die PK. "Ab heute sind wir wieder im Kampfmodus."

+++ Blitzlichtgewitter +++

Mit sieben Minuten Verspätung kommen Tuchel, Zorc und Watzke in den Presseraum - und die Fotografen legen los. Pressechef Sascha Fligge bittet aber, das Fotografieren einzustellen. Es werde gleich noch genügend Gelegenheiten geben.

+++ Podium ist noch leer +++

Noch lassen Neu-Coach Thomas Tuchel, Sportdirektor Michael Zorc und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf sich warten. Es dürfte aber nicht mehr lange dauern.

+++ Alle warten auf Tuchel +++

Der Andrang ist wie erwartet groß. Der Medienraum des BVB ist schon gut eine Viertelstunde vor offiziellem Beginn der PK mit Tuchel gut gefüllt.

+++ Zurück in die Königsklasse +++

Für den BVB soll es mit Tuchel nach einer eher mäßigen Saison wieder bergauf gehen - in Richtung Champions League. "Er ist in der Lage, die Mannschaft so einzustellen, dass sie den Fußball spielt, den unser Publikum liebt", hatte Dortmunds Präsident Reinhard Rauball gesagt: "Davon bin ich felsenfest überzeugt."

+++ PK mit Tuchel um 12 Uhr +++

Um 12 Uhr startet die Pressekonferenz mit Tuchel beim BVB.

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