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Juventus Training Session - UEFA Champions League Final
Paul Pogba vor dem Champions-League-Finale in Berlin © Getty Images

München und Berlin - Paul Pogba ist einer er begehrtesten Profis auf dem Transfermarkt. Im Champions-League-Finale deutet er an, weshalb auch der FC Bayern ihn auf dem Zettel haben sollte.

Für den Titel in der Champions League hat es nicht gereicht, doch das Interesse an Paul Pogba von Juventus Turin dürfte auch nach der Niederlage gegen den FC Barcelona nicht abreißen.

Der Franzose ist schon seit Monaten eines der am heißesten gehandelten Objekte auf dem Transfermarkt. Beinahe alle englischen Topklubs sollen an ihm interessiert sein. Auch Real Madrid und Finalgegner Barca werden als mögliche neue Arbeitgeber genannt.

Aber auch der FC Bayern sollte sich den 22 Jahre alten Franzosen auf den Zettel schreiben – wenn er da nicht sowieso längst schon steht.

Pogba passt ins Anforderungsprofil

Ende März geisterte ein angeblich von Karl-Heinz Rummenigge verfasstes Schreiben an Pogbas Berater Mino Raiola durchs Internet. Darin geht es um einen angeblichen Medizincheck bei den Münchnern.

Der Brief war eine ziemlich plumpe Fälschung. Allerdings passt Pogba genau in das Anforderungsprofil für Neuzugänge, das die Bayern-Verantwortlichen in den letzten Monaten selbst ausgegeben haben.

"Wenn es Spieler auf dem Markt gibt, die für uns von Interesse sind und von denen wir glauben, dass sie die Qualität möglicherweise noch ein Stück verbessern, werden wir uns damit auseinandersetzen", hatte Klub-Boss Rummenigge im SPORT1-Interview angekündigt. Mit möglichen Neuverpflichtungen wolle man "Hierarchien in Frage stellen".

Schnelligkeit, Wucht und Eleganz

Im Finale gegen Barca deutete Pogba auf größtmöglicher Bühne an, dass er für diese Rolle geeignet wäre.

Zwar wirkte er manchmal noch ungestüm wie ein junges Rennpferd, etwa als er Lionel Messi im Mittelfeld einfach umpflügte. Die Mischung aus Schnelligkeit, Wucht und Eleganz, die Pogba vereint, gibt es in dieser Form im Bayern-Kader für diese Position momentan nicht.

Noch dazu zeichnet Pogba ein großer Offensvdrang und seine Kopfballstärke aus. Nicht umsonst wurde er bei der WM im vergangenen Jahr zum besten Nachwuchsspieler gekürt, als Nachfolger von Thomas Müller.

"Eier wie Ibrahimovic"

Einzigartig wie die "Mona Lisa" sei Pogba, habe dazu "Eier wie Ibrahimovic", behauptet Berater Raiola. Eine spannende Mischung.

Spieler und  Verantwortliche des FC Bayern versichern derzeit, dass im Sommer kein großer Umbruch nötig sei. Aber gerade in der Mittelfeldzentrale tummeln sich mit Bastian Schweinsteiger, Xabi Alonso und Philipp Lahm gleich mehrere der verdienten Ü-30-Kicker der Münchner.

Einer wie Pogba muss aber auf jeden Fall ein Thema sein. Sein Vertrag bei Juventus läuft noch bis 2019, Zeitdruck gibt es also keinen. Zumal er für seinen angeblichen Wunschverein Barca aufgrund der Transfersperre auch frühestens im Januar 2016 spielen dürfte.

Ein Risiko, das er in der Saison vor der Heim-EM 2016 mit Frankreich kaum eingehen wird.

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