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München - Der Hamburger SV feiert sich für seinen furiosen Kraftakt im Relegations-Rückspiel. Der KSC steckt im Tal der Tränen und hadert mit dem Referee. Die Reaktionen.

Der Hamburger SV sichert sich dank eines enormen Kraftakts im Relegations-Rückspiel beim Karlsruher SC doch noch den Klassenerhalt.

Während Trainer Bruno Labbadia und sein Team nach dem dramatischen 2:1 nach Verlängerung auf Wolke sieben schweben, liegen die Badener am Boden - und hadern mit Schiedsrichter Manuel Gräfe.

SPORT1 hat die Stimmen von ARD und Sky zusammengefasst.

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Das kann man sich gar nicht vorstellen. Es ist schwer, in Worte zu fassen, was mir diese Wochen bedeutet haben. Es ist ein unglaubliches Gefühl, mehr geht gar nicht. Abstiegskampf ist mit Abstand das Schlimmste. Ich lebe in der Stadt, ich liebe diese Stadt, und ich liebe den Verein."

Dietmar Beiersdorfer (Vorstandsvorsitzender Hamburger SV):"Es war alles möglich in diesem Spiel. Es ist klar, dass wir im Umbruch waren, schon im Sommer. Wir werden uns jetzt hinsetzen auch mit Bruno, unserem Coach. Ein ganz großes Lob und ein ganz großes Dankeschön an Bruno und seinen Stab."

Markus Kauczinski (Trainer Karlsruher SC):"Es tut mir leid für die Spieler, die alles gegeben haben. Das Quäntchen Glück hat uns heute gefehlt. Das ist eine sehr bittere Niederlage."

Jens Todt (Sportdirektor Karlsruher SC): "Den Freistoß vor dem 1:1 darf man nicht geben, das ist ein Wahnsinn. Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte, wenn man das sieht. Wenn der Ball in der 90. Minute dann auch noch direkt in den Winkel geht, das ist unglaublich. Diese Dramaturgie kann man gar nicht so schreiben. Wir sind wahnsinnig stolz, wie wir den KSC präsentiert haben. Wir werden wiederkommen."

Ingo Wellenreuther (Präsident Karlsruher SC): "Ich weiß nicht, ob man vor dem 1:1 Freistoß pfeifen muss, wenn jemand aus anderthalb Metern angeschossen wird."

Reinhold Yabo (Mittelfeldspieler Karlsruher SC):"Ich bin am Boden zerstört. Es tut weh, es ist, als ob man jemandem das Herz rausgerissen hat, weil wir so nah dran waren. Wirklich so nah. Die Trauer ist groß."

Rene Adler (Torhüter Hamburger SV): "Ich muss ehrlich gestehen, dass in den letzten Minuten vermehrt negative Gedanken kamen. Heute hat nur eine Mannschaft gespielt, es war extrem schwer. Das ist unser Finale gewesen, das brauchen wir nicht jedes Jahr. Ich bin heute drei Jahre gealtert. Es war ein Sieg der Gemeinschaft. Ich bin immer noch auf 180 und will eigentlich nur alleine sein."

Nicolai Müller (Mittelfeldspieler Hamburger SV): "Ich freue mich einfach nur für die Mannschaft."

Rafael van der Vaart (Mittelfeldspieler Hamburger SV): "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein unglaubliches Spiel, wir haben es geschafft. Ich bin so glücklich, dass ich keine Worte dafür habe. Das ist unglaublich für den ganzen Verein, die ganze Stadt."

Pierre-Michel Lasogga (Stürmer Hamburger SV): "Wir waren nach 90 Minuten tot. Aber der Trainer hat uns irgendein Gen mitgebracht, damit wir immer wieder aufstehen. Die Mannschaft hat über 90 Minuten Gas gegeben, hat gekämpft, die Mannschaft hat es verdient, in der Liga zu bleiben."

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