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Real Madrid CF v Juventus  - UEFA Champions League Semi Final
Arturo Vidal steht vor einem Wechsel in die Bundesliga © Getty Images

Bayer Leverkusen wird im Falle eines Wechsels von Arturo Vidal von Juventus Turin zum FC Bayern eine stattliche Summe kassieren.

Dem ehemaligen Verein des chilenischen Nationalspielers stünde bei einem Transfer laut Regularien des Fußball-Weltverbandes FIFA ein Solidaritätsbeitrag zu. Dieser liegt bei 0,5 Prozent der Ablösesumme für jedes Jahr, seit der Spieler den Klub verlassen hat.

In Vidals Fall, der vor vier Jahren in die Serie A gewechselt war, müsste Turin also 2 Prozent der kolportierten 35 Millionen Euro an den Werksklub überweisen - das wären immerhin 700.000 Euro.

Der bevorstehende Wechsel des 28-Jährigen zum FCB würde für Leverkusen aber nicht nur eine gern gesehen Finanzspritze nach sich ziehen. Der Millionendeal wird auch immer mehr zum Streitthema zwischen Bayer und den Münchnern.

Leverkusens Sportlicher Leiter Rudi Völler legte im Zwist mit Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch einmal nach. Dieser hatte behauptet, dass die Leverkusener 2011 die Unwahrheit gesagt hätten. Damals stand Vidal kurz vor einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister.

"Uns ist damals vermittelt worden, dass der Spieler nicht will. Aber das stimmt nicht", hatte Rummenigge erklärt.

Völler antwortete daraufhin in der Bild-Zeitung: "Richtig ist, dass wir Arturo damals nicht gerne innerhalb der Liga transferieren wollten. Deswegen haben wir lieber das gleichwertige Angebot aus Turin angenommen. Ist doch aber schön, dass sich bei den Bayern wieder alle lieb haben, wenn Vidal jetzt kommt. Dann hat er offensichtlich inzwischen den Charakter, den die Münchner ihm damals abgesprochen haben."

Laut Rummenigge habe der FC Bayern 2011 ein höher dotiertes Angebot für den Chilenen abgegeben als Juventus.

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