München - Die Anhänger von Borussia Dortmund zeigen zum Teil Verständnis für die Pfiffe gegen den eigenen Spieler. Andere User sprechen indes von Fremdschämen.

Die Pfiffe gegen Ilkay Gündogan am Samstag sind unter den Anhängern von Borussia Dortmund weiterhin ein heißes Diskussionsthema.

Bei der Teampräsentation gab es laute Missfallensbekundungen für den Mittelfeldspieler. Dabei hatte Stadionsprecher Norbert Dickel den 24-Jährigen besonders überschwänglich begrüßt. Vergeblich.

Gündogan hatte bereits seinen Abschied angekündigt, in der Vorwoche aber seinen Vertrag dann doch um ein Jahr bis 2017 verlängert, weil sich alle gewünschten Wechsel-Optionen zerschlagen hatten.

"Ein kleiner Denkzettel"

Die Pfiffe fand der Neu-BVB-Trainer Thomas Tuchel daher "vielleicht ein Stück weit verständlich", betonte aber auch: "Ich bin froh, dass er hier ist. Es war mein Wunsch, dass er bleibt."

Zugleich sprach er von einem "kleinen Denkzettel" für Gündogan.

In den sozialen Netzwerken ist die Meinung zu Gündogan geteilt. "Er muss wissen, was er mit seinem Verhalten angestellt hat", schreibt ein Anhänger und zeigt so Verständnis für die Fans.

Unterstützung für die Pfiffe

Ein anderer meint: "Man nimmt ihm ‘die Freude‘ über seine Entscheidung wohl nicht ab."

Andere Fans können den Pfiffen hingegen nichts abgewinnen. Ein User spricht von „Fremdschämen", andere wenden sich gegen die eigenen Fans und kreiden deren Verhalten als "dumm" an.

Publikum mit Wendehalsmentalität?

Zudem ist spannend, wie die Pfiffe gedeutet werden. Aus Sicht einiger Fans kommen sie "vom Event-Publikum". Ein User meint: "Die Menschen, die #Gündogon auspfeifen und Buh-Rufe entgegen bringen, sind ersten, die ihn feiern, wenn er ein wichtiges Tor macht."

Viele BVB-Getreue dürften auch folgende Meinung teilen: "Auch wenn er Mist verzapft hat, wird bedingungslos angefeuert."

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