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München - Karl-Heinz Rummenigge will irgendwann "in diesem Jahr" mit Pep Guardiola über dessen Zukunft reden. Er vergleicht Transferdiskussionen mit dem Spanier und Jupp Heynckes.

Die Entscheidung über den Verbleib von Trainer Pep Guardiola beim FC Bayern wird sich wohl noch länger hinziehen.

"Pep und ich werden noch in diesem Jahr ein Gespräch über seine Zukunft führen. So ist es verabredet", sagte Vorstandsboss Karl-heinz Rummenigge dem kicker.

Gerüchte um Wechsel nach Manchester

Guardiolas Vertrag in München läuft noch bis 2016, erst am Sonntag hatte beIN Sports aus Katar vermeldet, der Spanier würde nach der Saison zu Manchester City wechseln.

Bei den "Citizens" würde er mit seinen alten Bekannten Txiki Begiristain und Ferran Soriano zusammenarbeiten, mit denen er einst schon beim FC Barcelona kooperierte. Heute zeichnen sich die beiden für die sportliche Leitung des englischen Vizemeisters verantwortlich - und wären damit seine direkten Vorgesetzten.

Der aktuelle Trainer Manuel Pellegrini stand schon in der vergangenen Spielzeit mehrfach vor dem Rauswurf. Allein mangels Alternativen durfte der Chilene weitermachen. Denn mit Guardiola war der erklärte Wunschkandidat Nummer eins noch nicht verfügbar.

Guardiola hatte auf der China-Reise betont, dass bei Transfers der Klub und nicht er entscheide.

Vergleich mit dem Vorgänger

Rummenigge sieht bei der Entscheidungsfindung aber auch den Coach in der Verantwortung. Als Beispiel für eine solche Diskussionskultur nannte der Bayern-Boss bezeichnenderweise Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes: "Bei Transfers entscheidet immer der Verein. Aber wir müssen Transfers auch mit dem Trainer diskutieren, mit Jupp Heynckes tat ich das übrigens stundenlang."

Die künftige Rolle von Neuzugang Arturo Vidal besprach Rummenigge mit Guardiola dagegen gar nicht: "Ich habe mit dem Trainer darüber nie diskutiert. Ich frage ihn bei Transfers generell immer: Wie siehst du den Spieler? Nur einmal hat Pep gesagt: 'Ich will diesen Spieler haben.' Das war bei Thiago."

Rummenigge stellte klar: "Guardiola ist nicht so fordernd, wie das immer dargestellt wird. Da werden auch Märchen erzählt."

"Die Welt geht nicht unter"

Bedingungslos am Trainer festhalten will er dennoch nicht. "Wenn Pep bleiben will, wunderbar. Wenn nicht, geht die Welt nicht unter", hatte der Vorstandschef des FCB erst Mitte dieser Woche erklärt.

Auch für Sportvorstand Matthias Sammer hängt das Schicksal des Vereins nicht von einer Unterschrift Guardiolas ab. "Wir werden das sauber regeln. Gerne mit Pep, aber der FC Bayern ist stabil, glauben Sie mir", hatte der 47-Jährige die Hängepartie kürzlich kommentiert.

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