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München - Nach Claudio Pizarros Bekenntnis, in der Bundesliga bleiben zu wollen, denkt Hannover 96 über eine Verpflichtung nach. Dies erklärt Sportchef Dufner bei SPORT1.

Hannover 96 denkt über einen Einkauf von Claudio Pizarro nach.

"Ich glaube, dass Claudio gerade mit vielen Vereinen in Verbindung gebracht wird, die noch Stürmer suchen, nachdem bekannt wurde, dass er gerne in der Bundesliga bleiben möchte", sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner im Gespräch mit SPORT1. "Dass man sich dann mit Claudio beschäftigt, ist doch klar."

Mit einem Schmunzeln fügte der Manager hinzu: "Ich habe jahrelang darunter leiden müssen, dass man immer drei Tore kassiert hat, wenn man auf der anderen Seite stand."

Und weiter: "Bei Bayern stehst  du vorne drin und die anderen Zaubermäuse zelebrieren den Ball nach vorne. Wir sind sicherlich weiter weg vom Tor als die Bayern."

Es gebe aber "noch keinen Kontakt" zum früheren Stürmer des FC Bayern München, dessen Vertrag Ende Juni ausgelaufen war.

Erfolgreichster ausländischer Bundesliga-Torjäger

Der 36-jährige Pizarro hatte der Süddeutschen Zeitung gesagt, er hoffe noch "ein, zwei Jahre" in der Bundesliga zu spielen: "Das wäre ideal."

Der Peruaner ist mit 176 Toren in 383 Spielen der erfolgreichste ausländische Torschütze in der Geschichte der Bundesliga, wo er für Werder Bremen (1999-2011, 2008/2009 und 2009-2012) und die Bayern (2001-2007 und 2012-2015) spielte.

Weitere Klubs in seiner Karriere waren Deportivo Pesquero, Alianza Lima und der FC Chelsea.

"Man muss sich nicht schämen", meinte Dufner daher ohne auch nur eine Sekunde mit der Antwort hinterm Berg zu halten, "wenn man sich als Verein mit dem Claudio beschäftigt".

"Grundsätzlich ein interessanter Spieler" 

Grundsätzlich sei Pizarro "ein interessanter Spieler", so Hannovers Sportchef weiter:

"Aber es ist nichts heiß. Wir sind schon länger auf Stürmersuche, haben da aber deutlich heißere Kandidaten. Aber ich kann mir vorstellen, dass wir bei Claudio die Situation abklopfen."

Pizarro, der mit Peru bei der Copa America den dritten Platz belegt hatte, möchte aus familiären Gründen gerne in Deutschland bleiben und hatte daher auch Berichte über einen Wechsel in die indische Superliga dementiert. 

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