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FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga
Karl-Heinz Rummenigge nimmt die Bundesliga-Klubs in die Pflicht © Getty Images

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat die Bundesliga-Klubs einmal mehr in die Pflicht genommen, verstärkt die für die Auslandsvermarktung wichtigen Märkte in Asien und Amerika zu bereisen.

"Ich habe den Eindruck, dass die Vereine zwar mehr Geld wollen, aber nicht bereit sind, diese Maßnahmen auch entsprechend zu begleiten", sagte Rummenigge am Donnerstag bei der Präsentation eines neuen Partners des Fußball-Rekordmeisters.

Er wünsche sich, "dass viele Klubs aus der Bundesliga nach China oder in die USA gehen, um den Markennamen der Liga zu stärken. Man muss Präsenz zeigen. Dass uns die Engländer davon gerannt sind, ist kein Zufall. Die gehen in alle Erdteile", führte Rummenigge weiter aus.

Es sei zwar "bequem", dass sich etliche Bundesliga-Klubs derzeit in Österreich oder in der Schweiz auf die neue Saison vorbereiten würden, "aber von der wirtschaftlichen Daten her ein Fehlgedanke. In Österreich kennt man uns jetzt gut", ergänzte Rummenigge süffisant.

Borussia Dortmund befindet sich aktuell auf Asien-Tour, die Bayern starten am 16. Juli für neun Tage nach China. "Wir werden diesen hoch interessanten Markt beackern, wir wollen präsent sein. Das ist ein ganz wichtiger Faktor für die Zukunft", betonte Rummenigge. Man komme zwar "spät, aber mit Volldampf".

Dass die Bayern analog zu New York auch in China eine ständige Repräsentanz eröffnen werden, wollte der Bayern-Boss "nicht ausschließen. Ich denke, dass die Reise ein Erfolg sein wird. Im Anschluss werden wir das gemeinsam beraten."

Die deutschen Klubs nehmen in der kommenden Saison 154 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung ein, für 2016 sind 162 Millionen veranschlagt. Die englische Premier League rechnet im kommenden Jahr dagegen mit knapp 900 Millionen Euro an Einnahmen.  

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