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Julian Draxler ist nun wohl auch beim VfL Wolfsburg begehrt
Julian Draxler holte 2011 mit Schalke den DFB-Pokal © Getty Images

Gelsenkirchen - Geht er oder geht er nicht? Schalkes Manager Horst Heldt bezieht Stellung zu den Gerüchten um einen möglichen Abschied von Weltmeister Julian Draxler.

Spätestens jetzt wird Andre Breitenreiter wissen, wie Schalke sein kann.

Mit dem neuen Trainer kehrte zunächst ein neuer Geist ein, eine Art Aufbruchstimmung nach der vergangenen, verkorksten Saison. Doch was geblieben ist, ist die traditionelle Aufgeregtheit.

Zu beobachten ist das derzeit bei Eigengewächs Julian Draxler, der angeblich vor einem Wechsel zum Champions-League-Finalisten Juventus Turin steht. Oder doch nicht?

"Bisher hat so gut wie gar nichts stattgefunden", stellte Manager Horst Heldt am Donnerstag klar. Zuvor hieß es in einigen Medienberichten bereits, dass sich der italienische Rekordmeister und der Weltmeister geeinigt hätten.

Angeblich gehe es zwischen den beiden Klubs nur noch um die Ablöse. Von einem Juve-Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro war die Rede, Schalke will angeblich 35 Millionen Euro. Auch ein Leihgeschäft steht angeblich im Raum.

Abschiedsfeier von Draxler?

Sogar von einer Abschiedsfeier Draxlers am Mittwoch wurde bereits berichtet. Allerdings weilte Draxler am Mittwochabend mit Schalke beim Testspiel beim polnischen Erstligisten Lechia Gdansk, kehrte mit dem Team erst nach Mitternacht zurück.

Typisch Schalke also?

Fakt ist, dass Juve schriftlich angefragt hatte, um mit Draxlers Berater verhandeln zu dürfen. Mehr ist seitdem aber offenbar nicht passiert. Schalke wartet also weiterhin auf ein konkretes Angebot, um den bis 2018 an S04 gebundenen Draxler eventuell abzugeben.

Heldt sitzt dabei aber am längeren Hebel, er kann das Angebot annehmen oder ablehnen, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 45,5 Millionen Euro in Draxlers Kontrakt war Ende Juni abgelaufen.

"Er ist ein Spieler, der vieles durchdenkt. Bevor nicht feststeht, ob wir uns mit Juventus überhaupt an einen Tischsetzen werden, macht es für einen Spieler auch keinen Sinn, sich zu positionieren", sagte Heldt.

"Er fühlt sich von dem Interesse geschmeichelt"

Ein wenig positioniert hat sich Draxler allerdings bereits. "Er fühlt sich von dem Interesse geschmeichelt", bestätigte Heldt.  Doch noch liege kein offizielles Angebot vor, so Heldt weiter: "Deshalb kann er sich ganz auf die Arbeit bei uns konzentrieren."

Fragt sich nur, wie lange noch.

Während Draxler derzeit das Dauerthema ist, bastelt Heldt im Hintergrund weiter am Kader für die neue Saison. Am Donnerstag gab S04 die Verpflichtung von Rechtsverteidiger Sascha Riether bekannt. Der 32-Jährige kommt vom SC Freiburg und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016.

Farfan-Wechsel so gut wie fix

Heldt bestätigte zudem, dass der Wechsel von Jefferson Farfan nach Abu Dhabi kurz vor dem Vollzug steht.

Der Peruaner hat den Medizincheck bereits erfolgreich absolviert und soll sieben Millionen Ablöse bringen, die Schalke in die Verpflichtung von Xherdan Shaqiri investieren könnte.

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