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Wolfsburg - Wolfsburg will seinen Luxuskader aufmotzen, verhandelt mit Stuttgart aber noch über Rüdigers Ablöse. Hecking und Allofs geben sich als Bayern-Verfolgers eher defensiv.

Vizemeister und Pokalsieger VfL Wolfsburg sieht sich vor der 53. Bundesliga-Saison nicht als Bayern-Jäger Nummer eins.

"Dass wir der große Bayern-Verfolger sind, ist falsch", sagte Manager Klaus Allofs am Rande des Trainingsauftaktes der Wölfe: "Wenn wir den Abstand verkürzen können, wäre das schon toll. Alles andere haben wir nicht in der Hand, das liegt in den Händen von Bayern München." 

Nach dem zweiten Platz in der Vorsaison rechnet Trainer Dieter Hecking mit neuen Attacken der Konkurrenz im Kampf um die lukrative Champions League.

"Die Sinne müssen geschärft werden, denn die Konkurrenz schläft nicht - sie werden wieder angreifen", sagte Hecking: "Wir haben letzte Saison viel richtig gemacht, aber das heißt nicht, dass wir uns darauf ausruhen."

Poker um Rüdiger läuft

Und so wollen die Niedersachsen ihren Luxuskader weiter aufmotzen. Innenverteidiger Antonio Rüdiger (22) soll vom VfB Stuttgart kommen.

Doch das Werben um den Nationalspieler gestaltet sich als zäh. 

Zuletzt hieß es, dass der 22-Jährige zum VfL kommen würde und der Transfer bereits perfekt sei, doch offenbar gibt es noch immer Unklarheiten. Allofs und Hecking können jedenfalls noch keinen Vollzug melden. "Das ist ein Spieler, der für viele Klubs interessant ist", sagte Allofs.

Nun pokern die Klubs noch um die Ablöse für den Nationalspieler. Rüdiger besitzt in Stuttgart noch einen laufenden Vertrag bis 2017. Angeblich fordern die Schwaben 18 Millionen Euro für Rüdiger, Wolfsburg sei aber nur bereit, zwölf Millionen zu zahlen. 

Egal, ob es zu einer Einigung kommt oder nicht: Rüdiger ist jedenfalls nicht der einzige Spieler auf der Liste von Allofs.

Casteels einziger Neuer zum Start

Beim ersten Anschwitzen stand Trainer Hecking am Donnerstag nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Die Stars wie Regisseur Kevin de Bruyne oder 12-Millionen-Neuzugang Max Kruse genießen noch ihren Extra-Urlaub. Als einziger Neuer trat Torwart Koen Casteels seinen Dienst an.

Der Belgier wechselte im Winter von 1899 Hoffenheim nach Niedersachsen, wurde aber sofort an Werder Bremen ausgeliehen.

Schon am Vormittag waren die Wölfe medizinisch durchgecheckt worden, am Nachmittag stand dann die erste richtige Einheit auf dem Programm.

Vom 5. bis 11. Juli geht es für die Niedersachsen ins Trainingslager nach Bad Ragaz (Schweiz), ehe es am 1. August im Supercup zum ersten Duell mit Bayern München kommt.

Zum Bundesliga-Auftakt empfängt Wolfsburg Eintracht Frankfurt.

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