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Jörg Schmadtke arbeitet seit 2013 für den 1. FC Köln
Jörg Schmadtke denkt an einen Ausbau des Stadions © Getty Images

Der 1. FC Köln bewertet eine mögliche Öffnung für Investoren trotz der Entwicklungen auf dem internationalen Transfermarkt zurückhaltend.

"Wenn ich mir Beispiele wie Hamburg aus der Ferne ansehe, sage ich: Es vereinfacht die Arbeit, wenn man eigenverantwortlich bleibt", sagte Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke der Süddeutschen Zeitung. Zukunftsfähig könne ein Klub auch auf anderen Wegen als etwa der HSV werden, wo Investor Klaus-Michael Kühne 7,5 Prozent der Anteile an der Fußball AG hält.

"Natürlich haben wir Gedanken, wie der Klub übermorgen und überübermorgen aussehen könnte. Aber da gibt es Angenehmeres als einzelne Investoren", sagte Schmadtke: "Zum Beispiel prüfen wir mittel- bis langfristig, ob unser Stadion noch ausbaufähig ist."

Auch in der anstehenden Saison, die für die Kölner am Sonntag beim VfB Stuttgart beginnt, gehe es für den Klub derweil zunächst vor allem um den Klassenerhalt, dies werde aufgrund neuer Bescheidenheit aktuell in der Stadt auch akzeptiert: "Vor zehn Jahren wären normale Ziele noch nicht so angesagt gewesen. Da hieß es: Wir sind der FC, wir wollen die Welt erobern!"

Mittelfristig werde diese Zielsetzung dennoch nicht ausreichen. "Ich glaube nicht, dass wir den Leuten noch vier weitere Jahre erzählen können: Es geht nur um den Klassenerhalt", sagte Schmadtke: "Irgendwann werden die sagen: Jetzt wollen wir mal wieder richtig was zu feiern haben, und dieser Herausforderung werden wir uns stellen."

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