Video

München - Pep Guardiola geht in sein letztes Vertragsjahr beim FC Bayern. Die Diskussion darum wird erst aufhören, wenn die Situation geklärt ist. Meisterschaft ist Pflicht.

Am 14. August startet die Bundesliga in ihre 53. Saison.

SPORT1 nimmt in der Serie "Bundesliga - der Countdown" alle 18 Teams genau unter die Lupe und gibt eine Prognose ab.

Im letzten Teil der Serie geht es um den FC Bayern München.

Das ist neu: Kimmich. Douglas Costa!Vidal!! De Bruyne übrigens: nicht. Glaubt man Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, wird Wolfsburgs Superstar auch kein Thema mehr werden beim Rekordmeister. "Wir werden dem VfL Wolfsburg sicher keine Kopfzerbrechen bereiten. Da kann ich Klaus Allofs beruhigen. Der Spieler ist ja auch nicht auf dem Markt. Wir werden da zu 100 Prozent nicht reingrätschen", sagte er am Donnerstag.

Bayern hat auch so schon mit Abstand das meiste Geld aller Bundesligisten investiert in diesem Sommer. Insgesamt 78 Millionen Euro gab man für Joshua Kimmich, Douglas Costa und Arturo Vidal aus. Dass alle drei Mittelfeldspieler sind, versteht sich von selbst. Pep Guardiola wird sein Faible in diesem Leben nicht mehr ändern.

Spieler im Fokus: Vor allem durch die Verpflichtung Vidals dürfte Guardiola in seinem möglicherweise letzten Jahr in München aber sein Spielsystem ein wenig modifizieren. Vidal, Typ chilenischer Pitbull, war, ist und soll der Grätscher und Durchrüttler vom Dienst bleiben. Bayern wird auch künftig orgiastische Ballbesitzwerte haben, doch durch Vidal dürfte das Spiel ein wenig variabler werden. Der für 37 Millionen Euro von Juventus losgeeiste Copa-America-Sieger ist keine Kurzpassmaschine, wie sie Guardiola sonst bevorzugt. Douglas Costa ist der Gewinner der Vorbereitung. Geholt, um Franck Ribéry und Arjen Robben Druck zu machen, überzeugte er durch seine Speedy-Gonzales-Tempodribblings und  präzisen scharfen Flanken. Er wird spielen, nicht nur, weil Ribéry derzeit noch verletzt ist. "Costa wird einer der fünf besten Flügelspieler der Welt", adelte Guardiola ihn am Donnerstag. Auch Joshua, übrigens "Jossua" ausgesprochen, Kimmich überzeugte in der Vorbereitung. Der 20-Jährige wird zu seinen Einsätzen kommen.

Im Fokus außerdem:  Ribéry, Robben, Müller, Lahm, Neuer, Boateng. Alaba, Thiago und und und. Wo soll man bei diesem Monsterkader die Grenze ziehen?

Saisonziel: Triple – sonst nix. Spaß beiseite: Der Triumph in der Champions League ist natürlich nicht planbar, aber eine wichtige Rolle spielen sollten sie in dieser Saison schon wieder. Ein neuerliches Scheitern im Halbfinale würden die Fans sicherlich verzeihen, doch ein bisschen spannender als in den letzten beiden Jahren sollte es dann schon sein. Ansonsten ist die Meisterschaft sowieso Pflicht, alles weitere wird gerne mitgenommen.

Das muss sich ändern: Hin und wieder eine Spur weniger Aufgeregtheit würde allen Beteiligten gut tun. Die Anspruchshaltung, auch von den Bossen und zugegeben auch den Medien,  ist gigantisch geworden und wird der Sache teilweise nicht mehr gerecht. Die Champions League ist einfach kein Titel, der kalkulierbar wäre. Es ist kein Zufall, dass bisher keine Mannschaft seinen Titel in der Königsklasse verteidigen konnte. Nicht zu ändern dagegen: Die Diskussionen um Pep Guardiolas Vertragssituation werden erst an dem Tag aufhören, wenn die Angelegenheit geklärt ist. Guardiola wird sich daran gewöhnen müssen, dass er bis zur Entscheidung die immer gleichen Fragen zu seinem auslaufenden Vertrag gestellt bekommen wird.

SPORT1-Prognose: Die Aussicht auf die vierte Meisterschaft in Serie treibt die Mannschaft an. Das gelang schließlich noch keinem Team. Die Klasse von 2016 wird diesen Rekord brechen. Insgesamt sollten es aber schon zwei Titel sein.  

Die bisherigen Teile der SPORT1-Serie:

(VfL Wolfsburg: Zu viel hängt an De Bruyne)

(Borussia Dortmund: Tuchels Matchplan: Zurück Richtung Spitze)

(FC Schalke 04: Mit frischem Wind zu neuem Glanz)

(FC Augsburg: Realismus ist Trumpf)

(Bayer Leverkusen: Die Suche nach dem geordneten Chaos)

(1899 Hoffenheim: Kuranyi soll 1899 inspirieren)

(Eintracht Frankfurt: Träume von Europa)

(SV Werder Bremen: Gesunden - und sorgenfrei bleiben)

(1. FSV Mainz 05: Sehnsucht nach neuer Begeisterung)

(1. FC Köln: Voran mit Kölscher Nüchternheit)

(Hannover 96: Bloß kein Abstiegskampf mehr)

(VfB Stuttgart: VfB droht nächste Zittersaison)

(Hertha BSC: Dardai und die Suche nach dem Glück)

(Hamburger SV: Fortschritt im Schneckentempo)

(FC Ingolstadt: Erkundungstour im Eiltempo)

(SV Darmstadt 98: Außenseiter unter den Außenseitern

 

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel