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München - Bayerns Neuzugang spielt sich beim Audi Cup in die Herzen der Fans. Er bleibt bescheiden und nimmt Ribery und Robben als Maßstab. Guardiola ist zufrieden, warnt aber.

Wenn Douglas Costa einmal Fahrt aufgenommen hat, ist er kaum noch zu stoppen. .

Mit seinen Turbo-Antritten wirbelte der schnelle Flügelspieler des FC Bayern die Abwehr der Königlichen mehrmals durcheinander und sorgte mit seinen Aktionen für ein Raunen auf den Rängen der Münchner Arena.

Nach seinen zwei Auftritten beim Audi Cup gegen Real und den  AC Mailand hat sich Costa bereits in die Herzen der Fans gespielt.

Spieler für besondere Momente

Es gibt Fußballer, die lieben die Anhänger vor allem wegen ihrer Tore. Und es gibt Spieler für die besonderen Momente.

Thomas Müller ist so einer, Arjen Robben und Franck Ribery sowieso, doch auch Costa bringt alles mit, was einem Fußballfan das Herz höher schlagen lässt.

Mit seinem Freistoß in der 88. Minute bereitete er im Finale gegen Madrid das Siegtor durch Robert Lewandowski vor.

"Es war ein sehr gutes Spiel, so müssen wir weitermachen", sagte der 24-Jährige im Gespräch mit SPORT1: "Ich fühle mich sehr gut,  ich bin glücklich und ich wurde sehr gut in der Mannschaft und von den Fans aufgenommen."

Ribery wird es nicht leicht haben

Der Neuzugang von Schachtjor Donezk ist im doppelten Sinne ein Ersatz für Ribery.

Er sorgt für Aha-Momente und hat auch das Potenzial, ein Publikumsliebling zu werden.

Ribery ist immer noch verletzt und es steht in den Sternen, wann er wieder fit sein wird. Und selbst dann wird es für den Franzosen nicht leicht werden, am pfeilschnellen Brasilianer wieder vorbeizuziehen.

Guardiola: "Ich war immer überzeugt von ihm"

"Er ist sehr flink und leichtfüßig und hat einen extremen Antritt", lobte Müller bei SPORT1 die Vorzüge seines neuen Teamkollegen, "dadurch hat er auf den ersten Metern einen Vorteil und kann im Dribbling viele Sachen bewegen. Das macht er sehr, sehr gut."

Für Bayern-Chefcoach Pep Guardiola war Costa ein Wunschspieler, auch wenn nicht jeder verstehen wollte, warum die Münchner 30 Millionen für einen Profi aus der ukrainischen Liga bezahlt haben.

"Es ist schwierig, einen Spieler mit dieser Qualität zu finden. Es gab Kritik an der Verpflichtung, weil viele ihn nicht kannten, weil er bei Schachtjor gespielt hat", meinte Guardiola am Mittwochabend.

"Ich war immer von ihm überzeugt, denn ich kenne seine Qualität, nicht nur im Eins gegen Eins. Ich denke, der FC Bayern kann glücklich sein über die Verpflichtung."

Rechts wie links kein Problem

Auch, weil Costa auf beiden Flügeln einsetzbar ist, wie er in der zweiten Hälfte gegen Real eindrucksvoll bewies. Somit ist er auch eine Alternative für Arjen Robben.

"Ich habe kein Problem damit, die Seiten zu wechseln, das habe ich schon immer gemacht. Es ist normal für mich", meinte der Brasilianer.

Costa ist ein brillanter Techniker und unermüdlicher Arbeiter. Der Vergleich mit Ribery und Robben schmeichelt ihm, Kampfansagen hört man jedoch nicht.

Er sei noch nicht so gut wie die beiden, aber er wolle bei den Bayern das Niveau von Robben und Ribery erreichen. "Beide sind gute Beispiele für mich", sagte er zu SPORT1.

"Er ist erst am Anfang"

Anders als Ribery und Robben, die in ihrer Anfangszeit in München häufig als Alleinunterhalter auffielen, besticht Costa von Beginn an durch seine Mannschaftsdienlichkeit. Einzig im Abschluss läuft es beim brasilianischen Nationalspieler noch nicht optimal.

"Mit der Zeit werden die Tore kommen", sagte Costa, "aber ich bin zufrieden. Ich bin hier, um meinen Kollegen zu helfen."

Auch Guardiola ist sehr zufrieden mit seinem neuen Flügelflitzer, warnt aber auch: "Er muss ruhig bleiben, er ist erst am Anfang."

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