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Schalkes Sportvorstand Horst Heldt würde Gökhan Inler gerne verpflichten. Fix sei allerdings noch nichts. Derweil will er sich in Kürze mit Kevin-Prince Boateng treffen.

Schalke 04 steht vor der Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Gökhan Inler.

"Ich kann bestätigen, dass wir uns mit ihm beschäftigen, aber mehrere Vereine wollen ihn", sagte Manager Horst Heldt und dementierte einen Bericht von RevierSport, nach dem der 31-Jährige am Donnerstag bereits einen Dreijahresvertrag bei den Königsblauen unterschrieben haben soll: "Das ist keine Personalie, die kurz vor dem Abschluss steht."

Der Mittelfeldspieler mit türkischen Wurzeln steht beim SSC Neapel noch bis 2016 unter Vertrag. Die Ablöse soll fünf bis sechs Millionen Euro betragen. Trainer Andre Breitenreiter äußerte sich zurückhaltend in Bezug auf Inler.

Gespräch mit Boateng geplant

"Wir haben auf dieser Position noch weitere Vorstellungen nach der Kaderanalyse, die Spieler müssen aber auch charakterlich zu dem Verein passen", sagte er: "Man muss sich vorher treffen und kennenlernen."

Das nötige Geld für die Verpflichtung soll unter anderem durch den Verkauf von Kevin-Prince Boateng wieder reinkommen.

"Wir werden uns in Kürze mit Kevin treffen und das klären", bestätigte Manager Horst Heldt: "Wir verfolgen das Ziel, Kevin von der Gehaltsliste zu bekommen."

Der Wechsel des auf Schalke aussortierten Mittelfeldspielers zu Sporting Lissabon hatte sich zwar am Mittwoch wegen angeblicher Uneinigkeit über die Bildrechte zerschlagen, nach RevierSport-Informationen steht der ghanaische Nationalspieler aber vor einem Wechsel in die Türkei.

Der Klub ist noch nicht bekannt. Boatengs Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2016.

Sam "gibt Gas"

Der zusammen mit Boateng einst suspendierte und inzwischen begnadigte Sidney Sam hat sich offenbar wieder gut in den Kader eingegliedert.

"Er gibt Gas, macht freiwillig Extraschichten, gliedert sich gut ein", bestätigte Breitenreiter. Sam sei für das Pokalspiel am Samstag beim Zweitligisten MSV Duisburg "aber noch keine Option für den Kader. Er ist noch zu weit entfernt."

Ein Verkauf von Abwehrspieler Kaan Ayhan ist laut Heldt derweil aktuell kein Thema: "Es ist noch kein Angebot eingetroffen. Daher glauben wir, dass er erstmal bleibt."

Das 20 Jahre alte Eigengewächs soll Medienberichten zufolge beim AC Florenz auf der Wunschliste stehen.

Duisburg "das schwerste Los"

Das Revier-Duell im Pokal hat für Breitenreiter eine hohe Wertigkeit.

Der Cup-Wettbewerb sei der "kürzeste Weg zu einem Titel", betonte Breitenreiter, der den "Pott" 1992 mit dem damaligen Zweitligisten Hannover 96 gewonnen hat: "Im Finale in Berlin herrscht ein besonderes Flair."

Sein Team "brenne auf Pflichtspiele" nach einer "gelungenen Vorbereitung".

Duisburg sieht Breitenreiter aber trotz zwei Niederlagen in den ersten beiden Zweitliga-Spielen "als das schwerste Los" an.

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