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München - Rudi Völler äußert sich im Volkswagen Doppelpass zum Kampf mit dem FC Bayern. Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen begründet, warum er den Titel für unrealistisch hält.

Sportdirektor Rudi Völler hat im Volkswagen Doppelpass kurzfristige Transfers für die Defensive bei Bayer Leverkusen nicht ausgeschlossen.

"Wir überlegen, ob wir noch was machen", sagte Völler.

Sorgen bereitet den Leverkusenern vor allem der Ausfall von Ömer Toprak.

Es gebe aber auch die Möglichkeit, das Fehlen des Innenverteidigers im eigenen Kader aufzufangen. Beispielsweise könne auch Kapitän Lars Bender im Zentrum der Viererkette aushelfen, erklärte Völler

Finanzielle Diskrepanz zu Bayern

Ob mit weiteren Neuzgängen oder ohne - als Saisonziel gab Völler einen Platz unter den ersten Vier aus.

Zu einer Kampfansage an Titelverteidiger Bayern München wollte sich der 55-Jährige aber nicht hinreißen lassen: "Die Verfolger, wie wir und zum Beispiel Wolfsburg, können den Bayern in den direkten Duellen immer mal weh tun." Auf längere Sicht sei ein ernsthafter Konkurrenzkampf aber nicht möglich. Als Grund führte Völler die ungleich größere Finanzkraft der Münchner an

Zufrieden zeigte sich der frühere Bundestrainer mit dem 2:1 zum Saisonauftakt gegen 1899 Hoffenheim. "Wir haben in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen", sagte Völler.

Lob für Thomas Tuchel

Großes Lob zollte Völler Borussia Dortmund für den starken Auftritt beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach.

Unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel rechnet Völler den BVB wieder zu den Spitzenmannschaften der Bundesliga.

"Er (Tuchel, Anm.) hat ja schon in Mainz bewiesen, dass er eine Mannschaft entwickeln kann. Jetzt mit den finanziellen Möglichkeiten, mit dem Kader gehört Dortmund wieder zur Spitzegruppe. Die Spieler sind ja gut, aber natürlich brauchst du auch einen guten Trainer, der was daraus macht", sagte Völler und fügte hinzu: "Es muss ja auch der Anspruch der Dortmunder sein, dass du wieder unter die ersten Vier kommst."

Rückendeckung für Peter Knäbel

Nicht allzu sehr kritisieren wollte Völler den Hamburger SV und den nach der Rucksack-Affäre in der Kritik stehenden Peter Knäbel.

Der Hamburger SV hatte mit 0:5 beim deutschen Rekordmeister verloren und droht nach der Rucksack-Affäre und dem bitteren Aus im DFB-Pokal immer noch tiefer in die Krise zu rutschen. 

Völler nahm sowohl die Mannschaft des HSV als auch den in die Schlagzeilen geratenen Peter Knäbel in Schutz. Der Direktor Fußball des Hamburger SV sei ein kompetenter Fußballfachmann, der im Moment durch den Kakao gezogen würde. "Aber das ändert ja nichts an seinem Fachwissen", so der einstige Stürmer. 

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