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Für den Leverkusener Sportdirektor ist das überraschende Karriereende des ehemaligen Nationalspielers nicht nachvollziehbar. Jansen stimmt Völlers Kritik in einem Punkt sogar zu.

Für Rudi Völler ist Marcell Jansens Schritt, seine Fußballschuhe mit nur 29 Jahren an den Nagel zu hängen, nicht nachvollziehbar.

"Dafür habe ich kein Verständnis. Wer so etwas macht, hat den Fußball nie geliebt", sagte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen zur überraschenden Entscheidung des Ex-Nationalspielers im ZDF.

"Schlag ins Gesicht"

Nachdem sein Vertrag beim Hamburger SV in diesem Sommer ausgelaufen war, hatte Jansen seine Karriere erst vor wenigen Wochen für beendet erklärt.

Völler dazu: "Wenn einer so früh aufhört, ohne verletzt zu sein, dann ist das ein Schlag ins Gesicht für jeden Sportinvaliden oder Jugendlichen, der irgendwann mal Fußballprofi werden will."

Völlers Kritik prallte an Jansen jedoch ab: "Man darf bei solchen Botschaften nicht vergessen, dass man ein Statement setzt und Spielern zu Sachen rät, von denen sie nicht überzeugt sind. Weil sie dann vielleicht nochmal die Kohle mitnehmen können", meinte der 29-Jährige, der sich künftig neuen Projekten widmen will.

Wobei es sich dabei konkret handelt, teilte der Ex-Profi von Borussia Mönchengladbach und Bayern München noch nicht mit.

Jansen will sein Hobby zurück

Am Sonntag äußerte sich Jansen auch nochmal bei Facebook zu Völlers Vorwürfen: "Herr Völler hatte Recht, das Fußball-Geschäft habe ich nie geliebt aber akzeptiert, denn das Fußball-Geschäft hat mir vieles ermöglicht und dafür bin ich sehr dankbar! Dennoch kann ich sagen, dass mein Leben schon vor meiner Karriere als Profi mindestens genau so lebenswert war!"

Jansen weiter: "Der Fußball, den ich so sehr liebe, der wird überall gespielt! Auf den Straßen und in der Kreisliga bis hin zur Bundesliga. Nach 12 Jahren Berufsfußballer, möchte ich nun mein Hobby wieder zurück. Darauf freue ich mich."

Unterstützung erhielt Jansen von Völlers ehemaligem Angestellten Simon Rolfes, der nach der vergangenen Saison ebenfalls seinen Abschied vom Profifußball verkündet hatte.

"Dann ist man wenigstens noch jung, wenn der zweite Teil des Lebens beginnt", meinte der langjährige Kapitän der Werkself.

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