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Rudi Völler ist Sportdirektor von Bayer Leverkusen
Rudi Völler glaubt: "Nächstes Jahr wird es viel schlimmer" © Getty Images

Die Klubs der Bundesliga verfolgen die Entwicklung der Wirtschaftskraft im englischen Fußball weiter mit sorgenvollen Blicken.

"Dieses Jahr war das alles noch Spielgeld. Nächstes Jahr wird es viel schlimmer", sagte Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler beim Fußball-Gipfel der Rheinischen Post am Donnerstag.

Jörg Schmadtke, Sport-Geschäftsführer beim 1. FC Köln, sieht zudem das Gleichgewicht innerhalb der Bundesliga durch die gestiegenen TV-Einnahmen der Premier-League-Klubs gefährdet.

"Das Problem ist, dass durch Transfers wie den Wechsel Roberto Firminos die Balance zwischen den Bundesligisten zerstört wird", sagte der 51-Jährige.

Der Brasilianer wechselte in diesen Sommer für etwa 41 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim zum FC Liverpool.

Schmadtke fügte hinzu: "Die Bundesliga bleibt eine Topmarke und ist weiter attraktiv, man darf aber nicht die Illusion haben, dass der neue TV-Vertrag annähernd an die englischen Verhältnisse heranreicht."

Die Spieler würden sich dennoch auch künftig überlegen, "ob sie nach England wechseln wollen. London ist sicher eine attraktive Stadt. Aber aufs Land wollen nicht unbedingt alle, wenn sie auch in der Bundesliga in einer besseren Umgebung gutes Geld verdienen können."

Der neue Fernsehvertrag der Premier League für die Spielzeiten 2016 bis 2019 bringt den 20 Klubs umgerechnet insgesamt 9,5 Milliarden Euro ein.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant für die Spielzeit 2016/17 mit Einnahmen in Höhe von 835 Millionen Euro.

Bei der Vergabe der Rechte ab der Saison 2017/18 im Frühjahr 2016 will die DFL die Milliarden-Schallmauer durchbrechen.

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