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Pep Guardiola (r.) steckt Philipp Lahm eine Zettelbotschaft zu
Pep Guardiola (r.) hadert mit der Niederlage des FC Bayern © Getty Images

Wolfsburg - Nach der Niederlage des FC Bayern im Supercup gegen den VfL Wolfsburg hadert Trainer Pep Guardiola mit dem Schicksal. Dieter Hecking ist zufrieden. Die Stimmen.

Nach 89 Minuten sah der FC Bayern im Supercup gegen den VfL Wolfsburg schon wie der sichere Sieger aus - doch dann schlug Nicklas Bendtner zu.

Der Last-Minute-Ausgleich des dänischen Jokers zum 1:1 zwang den Rekordmeister zunächst ins Elfmeterschießen, wo Routinier Xabi Alonso im Duell mit Keeper Koen Casteels schließlich die Nerven versagten.

Die Wölfe sicherten sich mit dem 5:4 i.E. den ersten offiziellen Titel der neuen Saison. Während Trainer Dieter Hecking danach erwartungsgemäß ein zufriedenes Fazit zog, haderte FCB-Coach Pep Guardiola noch ein wenig mit dem Schicksal.

SPORT1 hat die Stimmen zum Spiel von Sky und ZDF zusammengefasst.

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Titel sind Titel, die wollen wir gewinnen. Deshalb ist es schade. Wir hatten vor allem in den ersten 25 Minuten unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Eine Minute hat alles verändert - und im Elfmeterschießen kann immer alles passieren. Trotzdem war die Leistung heute gut. Wir haben alles getan, um zu gewinnen."

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Das war ein richtig tolles Supercup-Spiel mit hohem Tempo, auch wenn wir nur schwer hineingefunden haben. Später war es dann ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wichtig war, dass wir nach dem 0:1 unsere Grundordnung behalten und weiter diszipliniert gespielt haben."

Klaus Allofs (Geschäftsführer VfL Wolfsburg): "Es war ein gutes Spiel, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit schon ein wenig müde waren. Aber gegen die Bayern muss man immer ein hohes Tempo gehen - und zwei Wochen vor dem Saisonstart können wir das eben noch nicht 90 Minuten durchhalten. Trotzdem haben wir mit einer tollen Aktion noch den Ausgleich erzielt. Diese Siegermentalität wollen wir weiterentwickeln, ich bin deshalb heute sehr zufrieden."

Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern): "Wir haben nach dem 1:0 sehr, sehr gut Fußball gespielt. Wir haben die Möglichkeiten zum 2.0 nicht genutzt - und dann kassiert man kurz vor Schluss eben so ein Gegentor. Mit den Emotionen dieser letzten Minuten ins Elfmeterschießen zu gehen, ist dann nicht so einfach."

Kevin De Bruyne (Mittelfeldspieler VfL Wolfsburg): "Für das erste Spiel war es von beiden Seiten keine schlechte Leistung. Wir haben alles versucht - und am Ende auch ein bisschen Glück gehabt."

Koen Casteels (Torhüter VfL Wolfsburg): "Ich war sehr froh, als wir in der 89. Minute doch noch den Ausgleich geschossen haben. Dann ging es gleich ins Elfmeterschießen, wo ich zum Glück einen halten konnte. Ich trainiere zwar ab und zu mal Elfmeter, aber die Fußabwehr heute war einfach nur ein Reflex."

Arjen Robben (Mittelfeldspieler FC Bayern): "Ich bin natürlich enttäuscht und sauer. Aber das ist manchmal auch das Schöne am Fußball: Dass sich innerhalb einer Minute alles drehen kann. Wolfsburg schießt in der 89. Minute ein Tor und gewinnt dann auch noch im Elfmeterschießen. Wir hätten es heute eigentlich verdient gehabt, aber das zählt im Fußball eben nicht."

Jerome Boateng (Innenverteidiger FC Bayern): "Es kann nicht sein, dass wir kurz vor dem Ende ein solch blödes Tor bekommen. Mit der Leistung können wir heute insgesamt zufrieden sein, aber wir hätten das Spiel schon vorher längst entscheiden müssen. Das ist unglücklich und ärgerlich."

Manuel Neuer (Torhüter FC Bayern): "Das ist sehr ärgerlich, weil wir bis zur 89. Minute geführt haben. Wir hatten mehr Spielanteile und waren die bessere Mannschaft."

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