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Draxler, De Bruyne, Pierre-Emile Hojbjerg
Julian Draxler, Kevin De Bruyne und Pierre-Emile Hojbjerg stehen im Blickpunkt © SPORT1-Grafik / Getty

Bis Ende August ist das Transferfenster noch geöffnet. Bei einigen Top-Vereinen der Bundesliga besteht noch Handlungsbedarf - SPORT1 sagt, was noch passieren könnte.

Am 31. August schließt das Transferfenster. Wer noch handeln muss, steht unter Zeitdruck. SPORT1 nimmt die Top-Vereine der Bundesliga in den Fokus, was im Transferendspurt noch passieren könnte.

FC Bayern:

Entgegen italienischen Medienberichten ist an dem Interesse an Kingsley Coman von Juventus Turin nach SPORT1-Informationen nichts dran. Sportvorstand Matthias Sammer geht zudem davon aus, dass nichts "Großes mehr passieren" wird. Thomas Müller wird selbst bei einem Fabel-Angebot nicht zu Manchester United wechseln, Dante, Mario Götze und der umworbene Sebastian Rode werden sicher bleiben.

Einzig die Zukunft von Pierre-Emile Hojbjerg scheint offen zu sein. Im Raum steht ein Wechsel zu Bayer Leverkusen, nach SPORT1-Informationen käme aber nur ein Leihgeschäft in Frage, da der Vertrag von Xabi Alonso im kommenden Sommer ausläuft.

VfL Wolfsburg:

Geht oder bleibt er? Kevin De Bruyne hält Wolfsburg seit Wochen und Monaten in Atem.

Neben Manchester City ist jetzt auch Stadtrivale Manchester United nach SPORT1-Informationen in den Poker um das Supertalent eingestiegen. United soll bereit sein, knapp 75 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Bayern München ist indes aus dem Rennen, einen Wechsel hatte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erst kürzlich ausgeschlossen.

Sollte der "Fußballer des Jahres" tatsächlich auf die Insel wechseln, müsste Manager Klaus Allofs noch einmal aktiv werden. Als Ersatz kämen Isco von Real Madrid und Dries Mertens vom SSC Neapel in Frage. Ebenso der Schalker Julian Draxler. Doch ist kaum vorstellbar, dass Horst Heldt den Weltmeister an Wolfsburg abgibt.

Dagegen liebäugelt Ivan Perisic mit einem Wechsel zu Inter Mailand, nach Bild-Informationen will der Serie-A-Klub 22 Millionen Euro zahlen und die Ablöse in zwei Raten zahlen. Ob die Wölfe bei dieser Summe schwach werden? Mögliche Nachfolger des Kroaten wären mit Quincy Promes (Spartak Moskau) oder Hakim Ziyech (Twente Enschede) zwei Oranje-Youngsters.

Bayer Leverkusen:

Trotz des geglückten Bundesliga-Starts besteht für Sportdirektor Rudi Völler Handlungsbedarf. Die Innenverteidigung könnte noch einen erfahrenen Haudegen gebrauchen. Gerne würden die Leverkusener Dante vom FC Bayern loseisen, doch den Brasilianer wollen die Münchner nach SPORT1-Informationen nicht abgeben - schon gar nicht an die unmittelbare Konkurrenz.

Laut der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws soll Bayer daher Interesse an einer Leihe des 20 Jahre alten Innenverteidigers Jason Denayer von Manchester City haben. Im Mittelfeld gilt Pierre-Emile Hojbjerg als Wunschkandidat, im Gespräch ist auch hier eine einjährige Ausleihe.

Klappt der Transfer des 20-Jährigen nicht, könnten Schalkes Max Meyer oder sogar Gonzalo Castro in den Fokus rücken. Das Leverkusener Urgestein wechselte zwar erst vor wenigen Wochen zu Borussia Dortmund, konnte sich bis jetzt aber noch nicht durchsetzen. Allerdings müsste Leverkusen wohl die erhaltene Ablöse von elf Millionen Euro zurücküberweisen.

Eine Verpflichtung eines Mittelfeldmannes wäre umso notwendiger, sollte Lars Bender den Verein noch verlassen. Der defensive Mittelfeldspieler wird von Arsenal London umworben. Sein Wechsel gilt aber als unwahrscheinlich.

Calcionews24.com behauptet zudem, Leverkusen stehe kurz vor einer Verpflichtung von Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel. Bayer soll demnach zwölf Millionen Euro für den 24 Jahre alten Franzosen bieten. Neapel hätte aber gerne rund 15 Millionen Euro.

Schalke 04:

Juventus Turin soll nach wie vor an einer Verpflichtung von Julian Draxler interessiert sein. Manager Horst Heldt reagiert inzwischen genervt auf Fragen über Draxlers Zukunft. "Wenn mich noch ein einziger Journalist auf Julian Draxler anspricht, ticke ich aus", sagte er nach dem Spiel gegen Darmstadt: "Ich habe keinen Bock mehr, mir noch weiter den Mund fusselig zu reden."

Heldt bekräftigte erneut, dass es nur einmalig Kontakt zwischen Schalke und Juventus Turin gab. Seither aber nie wieder. Juve-Boss Giuseppe Marotta sagte kürzlich zu Sportmediaset: "Im Moment gibt es ein Schalke-Veto, nach heutigem Stand ist es eine schwierige Aufgabe." Marotta hoffe aber auf neue Entwicklungen, bevor das Fenster schließt, bestätigte er dem TV-Sender.

Kommen soll womöglich noch ein Innenverteidiger, da Matija Nastasic noch monatelang ausfällt und Kapitän Benedikt Höwedes wohl erst im Laufe des Septembers sein Comeback feiern wird. Für Kevin-Prince Boateng und Felipe Santana sucht Heldt dagegen noch Abnehmer.

Borussia Dortmund

Beim BVB könnte der Belgier Adnan Januzaj von Manchester United noch ein Thema werden, aber nur, wenn sich auf der Abgangsseite noch etwas tun sollte. Der Tabellenführer will seinen Kader noch ausdünnen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Jakub Blaszczykowski und Roman Weidenfeller nehmen ihre neue Situation an und kämpfen um ihren Platz. Zudem wollen mögliche Verkaufskandidaten wie Kevin Großkreutz und Moritz Leitner, die in den Planungen von Trainer Thomas Tuchel momentan keine Rolle spielen, bleiben.

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