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Das wochenlange Theater ist beendet: Kevin De Bruyne wechselt für eine Rekordablöse zu ManCity. Auch das Gehalt ist mehr als üppig. VfL-Manager Allofs bedauert den Abgang.

Der Rekordtransfer des belgischen Mittelfeldstars Kevin De Bruyne vom deutschen Vizemeister VfL Wolfsburg zum englischen Spitzenklub Manchester City ist perfekt. Das bestätigte der Premier-League-Klub am Sonntagnachmittag.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir Kevin für unsere Mannschaft gewinnen konnten und ich habe keinen Zweifel daran, dass seine Rückkehr in die Premier League ein großer Erfolg werden wird", sagte ManCity-Trainer Manuel Pellegrini. "Es braucht einen speziellen Fußballer, um unser Team zu verbessern und Kevin ist zweifellos einer davon - er hat die passenden mentalen, physischen, taktischen und technischen Fähigkeiten."

Die Wolfsburger kassieren für den 24-Jährigen eine Ablösesumme von rund 75 Millionen Euro plus diverse Bonuszahlungen.

De Bruyne unterschrieb bei den Citizens einen Sechsjahresvertrag, der ihm ein Gehalt von bis zu 20 Millionen Euro pro Saison einbringen soll.

De Bruyne dankt Wolfsburg

"Ich möchte als Spieler das höchstmögliche Level erreichen. Das Wichtigste ist, dass wir am Ende der Saison glücklich sein können und vielleicht einige Titel gewinnen können", sagte De Bruyne und dankte seinem Ex-Verein:

"Ich möchte mich beim gesamten VfL Wolfsburg für eine tolle, sehr erfolgreiche und unvergessliche Zeit bedanken. Ein besonderer Dank geht an Klaus Allofs und Cheftrainer Dieter Hecking, die meinem Wechselwunsch zugestimmt haben. Sie haben mir 2014 die Chance gegeben haben, mich in einer der besten Ligen der Welt zu beweisen. Unsere Zusammenarbeit war immer offen und ehrlich. Auch die Fans in Wolfsburg werde ich nie vergessen, sie haben mich in jeder Situation unterstützt."

Allofs bedauert De Bruynes Abgang

Auch der VfL Wolfsburg bestätigte am Sonntagnachmittag auf seiner Webseite den Abgang des Mittelfeldspielers. "Wir hätten mit Kevin gerne weiter zusammengearbeitet, dennoch haben wir seinem Wunsch, zu Manchester City wechseln zu dürfen, jetzt zugestimmt", sagte VfL-Manager Klaus Allofs.

"Er hat sich in den eineinhalb Jahren beim VfL immer absolut professionell verhalten und alles gegeben. Sein Wechsel ist zwar bedauerlich, weil er ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft war, aber wir sind auch weiterhin so gut aufgestellt, dass wir den erfolgreichen Weg der vergangenen Monate weiter beschreiten können", ergänzte Allofs.

Deutschlands Fußballer des Jahres ist mit einer Ablöse von 75 Millionen Euro der teuerste Spieler der Bundesliga-Geschichte. Bisheriger Rekordtransfer war der Brasilianer Roberto Firmino, für den der englische Erstligist FC Liverpool 41 Millionen Euro an 1899 Hoffenheim überwiesen hatte.

Auch VW-Boss Martin Winterkorn, der im Aufsichtsrat des ebenfalls an De Bruyne interessierten FC Bayern sitzt, meldete sich zu dem Mega-Transfer zu Wort.

Winterkorn versteht sportliche Gründe nicht

"Dass ein Spieler wie Kevin De Bruyne uns verlassen wird, ist natürlich sehr schade. Das tut uns leid", sagte Winterkorn.

Aus finanziellen Gründen könne er ihn verstehen, ergänzte der VW-Boss, "aus sportlichen Gründen verstehe ich ihn nicht. Ich bin nicht überzeugt davon, dass er bei Manchester City die Rolle spielt, die er bei uns gespielt hat. Noch ein Jahr bei uns hätte im gutgetan. Das wäre für seine sportliche Karriere das Richtige gewesen."

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