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Hamburg - Schalkes Youngster Leroy Sane schießt Tore am Fließband. Sein Klub will ihn jedoch auf dem Boen halten. Gegen Hamburg ereilt den 19-Jährigen die Höchststrafe.

Schalke packt seinen Shootingstar in Watte. Leroy Sane avancierte beim 1:0-Auswärtserfolg über den Hamburger SV erneut zum Matchwinner - Interviews geben durfte er aber nicht. Dafür redeten andere über ihn.

"Leroy ist eiskalt vor dem Tor, er hat einen brutalen Schuss. Im Moment ist er unverzichtbar, das macht er weltklasse", sagte Schalkes Johannes Geis bei Sky, auch Trainer Andre Breitenreiter lobte: "Leroy hat das eiskalt gemacht."

Sane erzielte nun im dritten Spiel in Folge einen Treffer. Und beim Jubeln spielt der 19 Jahre alte Angreifer bereits in einer Liga mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo oder Fußball-Exzentriker Zlatan Ibrahimovic. Mit nacktem Oberkörper präsentierte Sane stolz seinen Waschbrettbauch.

"Höchststrafe" für Sane

Der Sohn von Ex-Bundesligaspieler Souleymane Sane ist derzeit der auffälligste Akteur bei den Knappen. Daher wohl auch das Rede-Verbot, der 19-Jährigen soll die Bodenhaftung nicht verlieren.

"Er muss in der Defensive natürlich noch viel lernen. Er ist wie viele andere bei uns auch ein junger Bursche, sie bekommen die Zeit. Und ich möchte auch, dass wir sie nicht zu groß machen", sagte Breitenreiter. "In der ersten Halbzeit hatte er eine Szene, in der er sich den Ball zu weit vorlegt. Daran sieht man, dass er noch Entwicklungszeit braucht", stimmte Sportvorstand Horst Heldt betont kritisch ein.

So ganz vermochte der 45-Jährige seinen Stolz auf den dribbel- und schussstarken Offensivspieler mit Vertrag bis 2019 aber nicht zu verhehlen. "Er ist ein- und ausgewechselt worden, das ist die Höchststrafe", sagte Heldt mit einem Augenzwinkern und schob nach: "Wir versuchen, ihn zu bremsen - nur nicht auf dem Platz."

Breitenreiter "will den Ball flach halten"

Und auch Schalke selbst will nach dem besten Saisonstart seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nicht in grenzenlose Euphorie verfallen. Mit 16 Zählern liegen die Königsblauen auf Rang drei, punktgleich mit dem Rivalen aus Dortmund und fünf Zähler hinter Spitzenreiter Bayern München. (DATENCENTER: Tabelle)

"Wir wollen den Ball flach halten, aber es ist schön zu sehen, wie die Jungs vom ersten Tag an Gas gegeben haben, wie sie sich entwickeln und als Mannschaft funktionieren", sagte Breitenreiter.

Seine Mannen fügten dem HSV die erste Heimspiel-Niederlage seit der Rückkehr von Bruno Labbadia im April zu. 

Für Breitenreiter ist die Erfolgsserie seines Teams "nicht überraschend, weil wir schon eine gute Mannschaft haben". Es sei "erfreulich, dass sie von so vielen Siegen gekrönt ist".

Und den nächsten haben die Königsblauen bereits fest ins Visier genommen: Gegen Asteras Tripolis am Donnerstag in der Europa League forderte Heldt unverblümt einen weiteren Erfolg: "Das erwartet jeder von uns."

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