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Hamburg - Trotz des verpassten Heimsiegs gegen Eintracht Frankfurt ist HSV-Coach Bruno Labbadia zufrieden. Vor allem Adler-Vertreter Drobny kann punkten.

Kein Ärger über die vergebenen Großchancen, kein Frust nach dem verpassten Heimsieg: Das 0:0 gegen Eintracht Frankfurt brachte Bruno Labbadia sogar fast ins Schwärmen.

"Wir sind super ins Spiel gekommen und haben in den ersten 15, 20 Minuten überzeugt", sagte der Trainer des Hamburger SV, der die neue Bodenständigkeit an der Elbe vorlebt: "Taktisch haben wir auch in der zweiten Halbzeit einen guten Eindruck gemacht."

Es sind die kleinen Schritte, die den Hanseaten nach zwei Relegations-Dramen Hoffnung machen auf eine relativ sorgenfreie Saison.

Mit sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen ist der Bundesliga-Dino auf Kurs, der spielerische Fortschritt zudem unverkennbar. Vor dem Duell am Dienstag beim starken Aufsteiger FC Ingolstadt muss Labbadia jedoch eine schwierige Entscheidung treffen.

Drobny punktet im Torwart-Duell

Nach einer erneut starken Vorstellung des Torhüters Jaroslav Drobny und einer spektakulären Rettungstat gegen Frankfurts Torjäger Alexander Meier (62.) ist der Stammplatz von Rene Adler nicht mehr in Stein gemeißelt.

Der Ex-Nationalspieler drängt nach kurierter Schulterverletzung zurück ins Team. "Wir hatten das so nicht eingeplant", sagte Labbadia ehrlich über sein Luxusproblem: "Wir werden beobachten, was das Beste für die Mannschaft ist".

Adler, erst zwei Tage im Training, sollte noch geschont werden. Deshalb erhielt Drobny diesmal den Vorzug. 

Der HSV hatte vor allem im ersten Durchgang dort weitergemacht, wo er in der Vorwoche beim 3:0 in Mönchengladbach aufgehört hatte. Mit aggressiver Zweikampfführung, quirligen Flügelspielern und einem starken Ballverteiler Aaron Hunt bereitete das Labbadia-Team der Eintracht große Probleme.

Die größte Chance vergab Kapitän Johan Djourou, der den Ball an die Querlatte setzte (10.). "Das Spiel gibt uns weiter Selbstvertrauen", sagte Hunt nach der Partie. "Wir haben die Qualität, jeden in der Liga zu schlagen", meinte Djourou sogar.

Überflieger Meier geerdet

Der HSV blieb auch im sechsten Heimspiel seit Labbadias Rückkehr ungeschlagen und machte auch beim zuletzt so starken Gegner Eindruck.

"Wenn wir die erste Halbzeit sehen, können wir mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Torjäger Alex Meier, der mit seinen Sturmkollegen Haris Seferovic und Luc Castaignos eine Woche zuvor den 1. FC Köln mit 6:2 zerlegt hatte: "Man kann aber nicht jede Woche sechs Tore von uns erwarten."

Eine Meinung, die Armin Veh teilte. "Das Ergebnis ist absolut in Ordnung. Damit können wir auch ganz gut leben", sagte der frühere HSV-Coach, der bei der abschließenden Pressekonferenz zu scherzen aufgelegt war (Video oben).

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